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Zurück auf den Campus: Uni Kassel startet mit Präsenzlehre und Veranstaltungsreihen

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Universität Kassel
Es geht zurück auf den Campus: Ab Montag startet die Uni Kassel wieder mit Präsenzlehre. © Uni Kassel

Am Montag kehrt die Universität Kassel zur Präsenzlehre zurück – dann beginnen an der nordhessischen Universität die Vorlesungen und Seminare des Sommersemesters. Nachdem es bereits im zurückliegenden Wintersemester vorsichtige Schritte zur Lehre vor Ort gegeben hatte, wird nun im Sommersemester annähernd komplett in Präsenz gelehrt. 

Kassel Alle Lehrräume werden wieder zu 100 Prozent genutzt. Damit sind der akademische Austausch und das universitäre Leben auf dem Campus wieder im gewohnten Umfang möglich. Digitale Formate werden dort weiter genutzt, wo sie in den vergangenen Semestern einen Mehrwert bewiesen haben. Sollte einem Studierenden der Besuch von Lehrveranstaltungen vor Ort aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sein, findet die Universität individuelle Lösungen. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie sichert die Hochschule diese Rückkehr allerdings mit Basisschutzmaßnahmen wie einer grundsätzlichen Maskenpflicht in Innenräumen ab. 

„Wir glauben, wenn wir in Gebäuden Masken tragen und verantwortungsvoll miteinander umgehen, dass die Universität ein sicherer Ort sein kann. Auch, weil sehr viele Menschen inzwischen geimpft sind“, sagte die Präsidentin der Universität Prof. Dr. Ute Clement in einer Videobotschaft (zu sehen ab Montagvormittag auf uni-kassel.de). Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine fügte sie hinzu: „Ich denke, dass gerade in einer solchen Zeit Gemeinsamkeit, Dialog und Austausch sehr wertvoll sind.“

Um die Rückkehr zu feiern, sind unter dem Motto „Back to Campus“ an den Standorten der Universität Veranstaltungen mit Sport und Musik geplant. Die erste dieser sogenannten „Inventionen“ findet am Mittwoch nach Ostern (12 Uhr) vor der Zentralmensa am Holländischen Platz statt. Der Name „Invention“ soll vermitteln, dass es sich um neue, überraschende Formate handelt.

In einer zweiten Veranstaltungsreihe, sogenannten Werkstattgesprächen, werden zufällig ausgeloste Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Zukunft der Universität und die Folgen der Pandemie-Semester erörtern. Dabei geht es insbesondere um die Digitalisierung der Lehre und um die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen und an der Universität insgesamt. Das letzte dieser Werkstattgespräche findet am 30. Juni statt, dem Tag des Campusfests, mit dem zugleich das Jubiläumsjahr der Universität endet.

Das Studierendenwerk Kassel flankiert den Einstieg ins Sommersemester unter dem Motto „Campus Sommer“ mit internationalen Kulturabenden und Streetfood-Angeboten. In einer Workshop-Reihe können Studierende zudem mit Coachs und untereinander über ihre Lebensplanung und die Rückkehr zu einer „neuen Normalität“ reden. 

Die Rückkehr zur Präsenzlehre soll von Dauer sein. „Wenn es keine dramatischen Entwicklungen gibt, werden wir die Präsenzlehre auch im dann folgenden Wintersemester beibehalten“, bekräftigt Ute Clement. „Jede und jeder, der bei uns ein Studium beginnt oder fortsetzt, soll bestmögliche Bedingungen vorfinden.“

Unbürokratisch geht die Universität Kassel auch mit Anfragen im Zuge des Kriegs gegen die Ukraine um. Anfang April lagen mehr als 100 Anfragen von Studierenden aus der Ukraine vor, die ihr Studium in Kassel fortsetzen möchten. Die Universität hat kurzfristig Möglichkeiten geschaffen, Geflüchtete unter bestimmten Bedingungen als Austauschstudierende aufzunehmen, und plant zusätzliche Sprachkurse.

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