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Zweiter Sommerball im Ballhaus Wilhelmshöhe

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Getanzt wird im leeren Ballsaal zu den Klängen  der „Globetrotter Big Band“
sommerball1.jpg © Socher

Tanzen und Wandeln im Weltkulturerbe

Kassel. Unter dem Motto „Tanzen und Wandeln im Weltkulturerbe“ findet am Samstag, 9. Juli, der „2. Schlossball Wilhelmshöhe“ im 1810 erbauten Ballhaus von Schloss Wilhelmshöhe statt. Die vielen begeisterten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der letztjährigen Wiederaufnahme der 100 Jahre pausierenden Veranstaltung haben die Veranstalter motiviert, auch in diesem documenta-Sommer zum Tanzen und Verweilen in den Bergpark einzuladen. Veranstalter ist der ehrenamtlich organisierte Förderverein für Ball- und Tanzkultur in Kassel in Kooperation der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) und der GrimmHeimat NordHessen. Schirmherren sind Landgraf Donatus und Landgräfin Floria von Hessen. „Es ist uns eine große Ehre und Freude, in diesem Jahr als Ururururenkel des Ballhauserbauers den Ausruf zu tätigen ‚wir bitten zum Ball im Weltkulturerbe‘“, so Landgraf Donatus und Landgräfin Floria von Hessen in ihrem Grußwort. Karten gibt es für 80 Euro auf der Webseite www.schlossball-kassel.de

Getanzt wird im leeren Ballsaal. Es spielen die 16 Musikerinnen und Musiker der „Globetrotter Big Band“. Die Band „Only 4 You“ sorgt für musikalische Unterhaltung im Weindorf. Zwischen Ballhaus und Schloss gibt es gastronomische Stände, u. a. durch die Steckenpferd Biermanufaktur. „Paco´s Tacos“ bietet Cocktails und Kaffee. Die Küchenchefs des Restaurants „Weissenstein“ begeistern mit regionaler und ökologischer Küche. Festliche Bestuhlung lädt zum Sitzen, Essen, Trinken und guten Gesprächen in den Tanzpausen unter Pagoden als Sonnen- und Regenschutz ein. Verlost werden exklusive Führungen in der neu eröffneten Löwenburg.

Vom „Rot Weiss Klub Kassel“ tanzt ein Tanzpaar aus dem Bundeskader und lädt beim festlichen historischen Einmarsch zum Mittanzen ein. Für die Moderation konnten Cindy Kumm (Vorsitzende „Rot-Weiss-Klub Kassel“) und der aus Kasseler stammende „Tagesthemen“-Moderator Andreas Käckell gewonnen werden. Zu Ballbotschaftern werden an diesem Abend Ex-Ministerpräsident Volker Bouffier mit Ehefrau Ursula, Dr. Andreas Fehr (Geschäftsführer FEHR Umwelt- und Verfahrenstechnik GmbH), Ingo Buchholz (Vorstandsvorsitzender Kasseler Sparkasse), die frühere Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Rechtsanwalt Burkhard Wagener ernannt. Sie werden alle persönlich am Ball teilnehmen. Im Rahmenprogramm ist das Ensemble „DreiKlang“ zu hören und Kinder werden mit Tanzdarbietungen unterhalten.

Die Idee zum Ball hatte Thomas Träbing, der ihn mit den Ehrenamtlichen des extra gegründeten Vereins organisiert. Erfahrungen hatte Träbing in den letzten Jahren mit der Planung des Kasseler „Prinzenballes“ gesammelt: „Der Ball soll so angelegt wie um 1900 sein und nach historischen Vorbildern eröffnet. Vielleicht kommen sogar einige Gäste mit passenden Kleidern? Es wird Kutschfahrten durch den Bergpark geben und auch eine Besichtigung der Alten Meister ist möglich, Wandeln im Welterbe und viele besondere Attraktionen.“ Von 16.30 bis 19 Uhr und wieder von 22 Uhr bis 1 Uhr gibt es einen Fahrservice von den Parkplätzen mit Straßenbahnanschluss unterhalb des Schlosses zum Ballhaus.

Einlass ist ab 17 Uhr mit Unterhaltungsdarbietungen im Außenbereich. Der Ballsaal öffnet um 19 Uhr. Die Ballkarte wird 80 Euro kosten. Darin enthalten ist der Eintritt für das Ballhaus, Schlossbesichtigung, Kutschfahrt, Fahrservice und eine Spende zum Erwerb eines Schwanenpaares für den Schlossteich, die Wilhelm und August heißen. Die erwirtschafteten Gewinne wird der gemeinnützige Ballförderverein in die Jugendarbeit mit tanzenden Jugendlichen investieren. „Nach langer tanzfreie Zeit sehnen wir uns nach der Freude, die uns das Tanzen bereitet, nach der Nähe zu einem Menschen, dem Anfassen und den Arm um den anderen legen. Wir wollen die Leichtigkeit erleben, sich nach einer Musik zu bewegen und über das Tanzparkett zu schweben“, so Markus Exner, der als Projektleiter der „GrimmHeimat NordHessen“ von Anfang von Anfang an unterstützt.

„Das schöne Ballhaus gab es ja schon zu Lebzeiten der Brüder Grimm, die hier nebenan im Schloss als Bibliothekare tätig waren. In ihren Märchen wurde viel getanzt. Natürlich vorwiegend von Prinzen und schönen Prinzessinnen, wie z.B. im Märchen „Die zertanzten Schuhe“, aber auch von einem Aschenputtel von Bären oder den sieben Geißlein.“

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