Zwischen Bären und Behörde: Sammelleidenschaft wird Rentnerin zum Verhängnis

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Zwischen ihren Teddies fühlt sie sich wohl: „Wie ich mich einrichte, ist doch meine Sache“, sagt Monika Öhm.
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Zwischen ihren Teddies fühlt sie sich wohl: „Wie ich mich einrichte, ist doch meine Sache“, sagt Monika Öhm.
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Zwischen ihren Teddies fühlt sie sich wohl: „Wie ich mich einrichte, ist doch meine Sache“, sagt Monika Öhm.
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Zwischen ihren Teddies fühlt sie sich wohl: „Wie ich mich einrichte, ist doch meine Sache“, sagt Monika Öhm.
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Zwischen ihren Teddies fühlt sie sich wohl: „Wie ich mich einrichte, ist doch meine Sache“, sagt Monika Öhm.
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Zwischen ihren Teddies fühlt sie sich wohl: „Wie ich mich einrichte, ist doch meine Sache“, sagt Monika Öhm.
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Zwischen ihren Teddies fühlt sie sich wohl: „Wie ich mich einrichte, ist doch meine Sache“, sagt Monika Öhm.
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Zwischen ihren Teddies fühlt sie sich wohl: „Wie ich mich einrichte, ist doch meine Sache“, sagt Monika Öhm.

Rentnerin Monika Öhm (67) sammelt seit 35 Jahren Teddybären in allen Formen und Größen. Nun soll sie ihre Wohnung räumen.

Kassel. „Das können die nicht machen, das ist doch unser Zuhause“, sagt Monika Öhm und schaut sich in ihrer Wohnung um. Die drei Zimmer, Küche und Bad, die die 67-Jährige im Kasseler Stadtteil Harleshausen bewohnt, sind alles andere als gewöhnlich eingerichtet, denn die Rentnerin hat eine große Sammelleidenschaft.

Seit 35 Jahren sammelt sie Teddybären – in allen Farben und Formen. Jedes einzelne Zimmer ist voll mit den Stofftieren, Figuren und Anhängern. Die kleinen und großen Bären bewohnen ihren Flur, ihre kleine Küchenzeile, ihre Badewanne, ihr Bett. „Ich hab sie nie gezählt, aber es sind schon eine ganze Menge“, stellt Öhm fest. Gemeinsam mit Katze Finchen, den Kaninchen Hoppel und Stoppel und Wellensittich Timi wohnt sie hier. „Und 37 Jahre lang gab es keine Probleme“, sagt sie. Bis jetzt.

Seitdem ihr Vermieter, die Kasseler Wohnstadt, jedoch von der Leidenschaft der Seniorin mitbekam, bangt sie um ihre Existenz. Die Missachtung der Sorgfaltspflicht wird der 67-Jährigen vorgeworfen. Eine temporäre Freiräumung und Grundreinigung der Wohnung bis spätestens zum 10. Oktober fordert die Wohnungsbaugesellschaft nach einer Fristverlängerung von ihr. Kommt sie dem nicht nach, würden „weitere Schritte, gegebenenfalls bis hin zur Wohnraumkündigung“ eingeleitet.

Für Öhm absolut unverständlich. Schließlich könne sie ihre Räumlichkeiten lüften und mache auch sonst regelmäßig sauber. Die Wohnstadt sieht das jedoch anders. Bei der ersten Begehung habe man eine unangenehme Geruchsbildung und Insektenbildung festgestellt. Eine ordnungsgemäße Reinigung sowie eine „umfangreiche Feststellung, dass die Wohnung noch keinen Schaden genommen hat, war aufgrund der Unmengen an Stofftieren [...] nicht möglich“, teilt sie der Mieterin schriftlich mit. Die Freiräumung sei daher notwendig.

Monika Öhm schüttelt besorgt den Kopf. Auch wenn sie sich durch die Wohnstadt in ihrem Lebensstil kritisiert sieht und deren Forderung nicht nachvollziehen kann, möchte sie ihre Wohnung auf keinen Fall verlieren. „Ich habe bereits angefangen, einige Teddies in Kartons und Tüten zu packen, aber es sind einfach zu viele. Das schaffe ich alleine nicht. Ich sehe uns schon auf der Straße“, bangt sie.

Damit sie die Frist bis Mitte Oktober einhalten kann, benötige sie dringend Hilfe, um ihre Teddybärensammlung aus der Wohnung zu entfernen und zwischenzulagern, damit sie die Räume reinigen kann. „Ich habe kein Geld, um jemanden dafür zu bezahlen und die Wohnstadt will mir dabei natürlich auch nicht helfen“, erklärt die Rentnerin. Wer Monika Öhm jedoch Hilfe oder Lagerräume anbieten kann, der kann sich per E-Mail an antonia.paul@ks.extratip.de wenden.

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