Kirche wird zur Destille: Diemelstrand-Manufaktur zieht in neues Heim

Kirche, Liebenau, Kultur
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Neue Produktionsstätte und Veranstaltungsraum: In der entweihten Kirche St. Albert in Liebenau-Haueda wird ab Frühjahr Gin hergestellt.
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Neue Produktionsstätte und Veranstaltungsraum: In der entweihten Kirche St. Albert in Liebenau-Haueda wird ab Frühjahr Gin hergestellt.

Schon bald wechselt die Produktion in die entweihte katholische Kirche St. Albert in Liebenau-Haueda. Doch das Diemelstrand-Team hat für die besondere Location noch weitere Pläne.

Liebenau. Liebenau. Das klimatisch begünstigte Tal der Diemel besitzt ideale Voraussetzungen für den Geschmack des Fieldfare-Gin. Das hat Kai Seidenhefter bereits im Jahr 2016 herausgefunden, als er mit einem Freund die Destillerie und Manufaktur Diemelstrand gründete und in der vom Sammeln der Wacholderbeeren bis zum Füllen der Flaschen alles handgemacht ist.

Hergestellt wird der Gin bis jetzt in der alten Schmiede in Liebenau-Ostheim. Doch schon bald wechselt die Produktion in die entweihte katholische Kirche St. Albert in Liebenau-Haueda. Zusammen mit seiner Tochter Eike Seidenhefter, die seit August 2020 Geschäftsführerin der Firma ist, und deren Freund Andy Couling will der Diemelstrand-Mitbegründer aber dort noch viel mehr bieten. „Wenn es die Lage wieder erlaubt, könnte ich mir hier neben Tastings und kleinen Feiern auch Kulturveranstaltungen vorstellen“, schwärmt Seidenhefter.

„Den Altar und das große Kreuz dahinter mussten wir von Seiten der Kirche leider ausbauen und natürlich musste ich unterschreiben, dass ich hier keinen Club oder Spielsalon eröffne. Aber das will ich ja gar nicht. Der Raum soll weiter für alle offen sein. Vor allem für Touristen.“ Denn die Kirche liegt nicht nur am prämierten Diemelradweg, sondern auch am Wanderweg Schmetterlingssteig und in der Nähe befindet sich einen Bootsanleger. „Ideal für eine Einkehr und zur Rast.“ Und in der 1957 erbauten und bis Juni 2018 genutzten Kirche befindet sich bereits eine Fußbodenheizung und in den Nebenräumen eine ausgebaute Küche und Sanitäranlagen.

„Meine Frau hat mich auf den Verkauf aufmerksam gemacht und als ich sie sah, war ich sofort begeistert.“ Er stellte dem Bistum Fulda sein Nutzungskonzept vor und konnte punkten. „Die alte Schmiede wird aber ebenfalls weiter für Tastings zur Verfügung stehen - wenn es die Corona-Lage wieder erlaubt. Mit der Kirche möchte ich einen weiteren Baustein für die touristische Erschließung bieten.“ Verschont von Corona wurde auch der Manufakturbetrieb nicht, viele Veranstaltungen brachen weg. Und somit der Umsatz ein. „Der Online Verkauf vor Weihnachten konnte aber zum Glück noch einiges retten. Und mit der neuen Destillerie-Eröffnung vor Augen schöpfe ich wieder neue Kraft.“

„Ich möchte die Kirche auch weiter für Besucher offen lassen. Es wird also kein Konsumzwang geben. Jeder kann weiter zwanglos das Gebäude besuchen, in dem er beispielsweise die Kommunion oder Hochzeit gefeiert hat.“ Erhalten bleiben und repariert werden auch die Buntglasfenster, die derzeit mit USB-Platten vor Vandalismusschäden geschützt werden. Statt Altar thront schon die große Destille an dessen Stelle. Auf der Empore soll eine Lounge entstehen. Und der Vorplatz wird demnächst auch hergerichtet. Geplant sind Verköstigungen mit Kaffee & Kuchen sowie Bratwurst. Für Feiern können auch externe Caterer dazu gebucht werden.

Und da Seidenhefter und sein Team auch immer gern neue Sachen ausprobieren, wird es im neuen Heim mit der „St. Albert‘s Distillery Kollektion“ neue Kräuter- und Frucht- Geiste, Honig-Likör und Sauvignon Blanc Gin-geben

Rubriklistenbild: © Schaumlöffel

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