K+S nimmt KKF-Anlage in Betrieb

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Mit der neuen Kainit-Kristallisations-. und Flotationsanlage werden die Abwässer um 20 Prozent reduziert.

Philippsthal. Als weiteren Meilenstein für den Gewässerschutz an der Werra hat K+S die Kainitkristallisations- und Flotationsanlage (KKF) am Standort Hattorf (Philippsthal, Kreis Hersfeld-Rotenburg) in Betrieb genommen. Mit der Anlage können aus bisher nicht nutzbaren Salzlösungen zusätzliche Wertstoffe gewonnen und die Abwassermenge des Werks Werra gleichzeitig jährlich um 1,5 Millionen Kubikmeter, also rund 20 Prozent, reduziert werden. Die Anlage mit einem Invesitionsvolumen von180 Millionen Euro wurde wie geplant in rund zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Zur Inbetriebnahme konnte der Vorstandsvorsitzende der K+S AG, Dr. Burkhard Lohr, zahlreiche Gäste aus der Politik begrüßen, darunter den Ministerpräsidenten Thüringens, Bodo Ramelow, Hessens Umweltministerin Priska Hinz, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, die Landräte des Kreises Hersfeld-Rotenburg und des Wartburgkreises, Dr. Michael Koch und Reinhard Krebs, Abgeordnete der Landtage sowie die Bürgermeister der Werratalgemeinden.

„Mit unserer neuen KKF-Anlage schaffen wir eine weitere wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit für tausende Arbeitsplätze im hessisch-thüringischen Kalirevier“, sagte Lohr. In der Vergangenheit hätten sich die Kollegen oft Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssen. Demgegenüber schaffe die neue Anlage Produktionssicherheit und trage zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bei. Ebenso betonte er aber auch die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie, für die die KKF-Anlage ein wichtiger Bestandteil sei. Dies bestätigte Umweltministerin Priska Hinz: „Diese Anlage ist eine wichtige Etappe für die kontinuierliche Verbesserung der Gewässerqualität in Werra und Weser.“ Sie sprach deshalb von einem guten Tag „nicht nur für das Unternehmen K+S, sondern auch für Werra und Weser.“ Allerdings seien noch viele weitere Aufgaben zu bewältigen. „Wir als Umweltministerium werden K+S weiterhin bei den verschiedenen Schritten begleiten und auch darauf achten, dass alle nötigen Maßnahmen getroffen werden, die der Umwelt entgegenkommen“, erklärte sie. Zufrieden zeigte sich Minis-terpräsident Bodo Ramelow über die gemeinsam erreichten Vereinbarungen. „Im Kalirevier Hessen/Thüringen wächst die deutsche Einheit ganz praktisch zusammen“, sagte er. Für den Werksleiter Christoph Wehner war dies vor allem ein großer Tag für die Beschäftigten. Mit der neuen Anlage verbinden sie die Hoffnung auf zukunftssichere Arbeitsplätze. In diesem Sinne werde man natürlich weiter daran arbeiten, die Rückstände weiter zu verringern. Philippsthals Bürgermeister Ralph Orth würdigte in seinem Grußwort den stets offenen Austausch mit den Verantwortlichen bei K+S, der nun zu diesem freudigen Anlass geführt habe. Mit einem symbolischen Knopfdruck wurde die KKF-Anlage in Betrieb genommen, bevor gemeinsam das Steigerlied – begleitet von der bergmannskapelle Hattorf – gesungen wurde. Im Anschluss an diesen offiziellen Teil stand für die Ehrengäste eine Besichtigung der Anlage auf dem Programm.

Die verfahrenstechnischen Grundlagen für die neue Aufbereitungsanlage wurden in mehrjähriger Entwicklungsarbeit im Analytik- und Forschungszentrum der K+S Gruppe sowie im Werk Werra entwickelt. Mit dem Verfahren lassen sich aus bisher nicht genutzten Salzlösungen, die bislang entsorgt werden mussten, zusätzliche Wertstoffe gewinnen. Aus ihnen können rund 260.000 Tonnen Verkaufsprodukte (Kaliumchlorid, Magnesiumsulfat) hergestellt werden, so dass auch hinsichtlich der Ressourcennutzung eine weitere Verbesserung erreicht wird. Gleichzeitig wird die Abwassermenge des Werks Werra um 1,5 Millionen auf dann 5,5 Millionen Kubikmeter reduziert.

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