Kreistag stimmt für Verpachtung von Meeschendorf

Mit großer Mehrheit wurde die Verpachtung an den österreichischen Hotlebetreiber JUFA beschlossen.

Rotenburg - Das Ergebnis war schließlich sehr eindeutig: Mit großer Mehrheit hat sich der Kreistag Hersfeld-Rotenburg am Montag für einen neuen Pächter der kreiseigenen Erholungsstätte Meeschendorf auf Fehmarn entschieden. Nur sechs Mitglieder stimmten gegen den Vorschlag. Der Beschluss sieht vor, dass das Grundstück am Ostseestrand für 75 Jahre an die österreichische JUFA-Gruppe verpachtet wird. Deren Hauptanteilseigner ist eine gemeinnützige Privatstiftung aus Graz, die Gesellschaft ist erfahren im Betreiben von Jugend- und Freizeiteinrichtungen. Der Investor zahlt dem Landkreis einen jährlichen Pachtzins, kann dafür vor Ort bauen und sanieren. Das Grundstück bleibt aber Eigentum des Landkreises. Landrat Dr. Michael Koch zeigte sich zufrieden, dass die zum Teil hochemotional geführte Debatte über die Zukunft des Grundstücks zu einem guten Ende gebracht werden konnte: „Meeschendorf braucht ein zukunftsfähiges Konzept. Die Anlage soll ein Ort sein und bleiben, an dem Menschen auch aus unserem Landkreis gerne und auch bezahlbar Urlaub machen." Auch der neue Pächter ist zufrieden. Gerhard Wendl, Erfinder der JUFA Hotel-Idee und Vorstandsvorsitzender der Gruppe: „Wir freuen uns, dass wir die Einrichtung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg auf der Insel Fehmarn in die Zukunft führen können und werden das Angebot sowohl für die Gäste des Landkreises als auch für die Gäste und Einwohner der Insel Fehmarn behutsam attraktiveren und modernisieren." Er betont: „Die langjährige Verbundenheit vieler Besucher aus dem Landkreis soll die Basis für den Ausbau und die Entwicklung des Standortes sein." Die Vereinbarungen zwischen Landkreis und Pächter sehen vor, dass auf Fehmarn eigens Kontingente für Gäste, Gruppen, Schulen und Vereine aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg vorgehalten werden. Zudem ist angedacht, dass die Gelder aus den Pachteinnahmen über einen Fonds Bürgern des Kreises zugutekommen. Die Betriebskommission bzw. der Kreisausschuss werden dem Kreistag zu gegebener Zeit einen Vorschlag zur Förderung Bedürftiger aus den erzielten Einnahmen unterbreiten.

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