12.000 Besucher waren beim 9. Windkunstfestival

12.000 Besucher haben sich das 9. Windkunstfestival "bewegter wind" angesehen. 64 Künstler aus 21 Länder haben ihre Ideen veröffentlicht, deren Besten von einer Jury mit Preisen geehrt wurden.

Zierenberg / Habichtswald. Das 9. Windkunstfestival „bewegter wind“ ist nun auch schon wieder Geschichte. Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung und vor zahlreichen Gästen sowie Künstlerinnen und Künstlern zog Kuratorin Reta Reinl ein äußerst positives Fazit. „Wir schätzen, dass insgesamt etwa 12.000 Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland beim Windkunstfestival waren – ihnen allen wird dieses deutschlandweit einzigartige Kunst- und Naturerlebnis sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben!“

Zwei Wochen lang waren vor besonderen Landschaftskulissen im Naturpark Habichtswald sowie in der Gemarkung Zierenberg Kunstobjekte, Videos und spannende Performances zu erleben – kostenfrei und jederzeit zugänglich. „64 Künstlerinnen und Künstler aus 21 Ländern haben teilgenommen und sich aus den verschiedensten Perspektiven dem Leitthema ‚Wolken – Clouds‘ gewidmet“, berichtet Reta Reinl. „Diese künstlerische Dichte war immens!“

Bei der Preisverleihung der herausragendsten Exponate sorgte die Jury für eine Überraschung: Statt des geplanten zweiten und dritten Preises wurde – ohne Abstufung – ein geteilter zweiter Platz vergeben. Hinzu kam ein Sonderpreis für eine außergewöhnlich beeindruckende Performance.

Der 1. Preis ging an Aleksei Dmitriev (Russland) für sein Werk „The suspension bridge in the cloud“. Der Künstler hat im Naturschutzgebiet Dörnberg Äste und Zweige gesammelt und daraus eine fragile Skulptur erstellt. Ihre Form wirkt wie in die Landschaft hineingegossen – und bietet dem Betrachter aus jeder Perspektive und aus den unterschiedlichsten Fern- und Nahdistanzen eine stets neue Anmutung.

Aleksei Dmitriev holte sich mit seiner „Suspension bridge in the clouds“ den 1. Preis.   

Platz 2 teilen sich Irena Paskali und Heinz Schmidt. Die Künstlerin aus Mazedonien zeigte in ihrer Video-Doppelprojektion eine filmische Bestandsaufnahme der EU-Grenzsituation ihres Heimatlandes. Der Schweizer Künstler installierte Wolken-Objekte in die Landschaft.

Platz 2 teilten sich Heinz Schmidt mit „Wolken über...“ und die Videokünstlerin Irena Paskali.

Für seine beeindruckende Performance zur Eröffnung des Festivals verlieh die Jury einen Sonderpreis an Adriano Cangemi. In seiner etwa 25-minütigen Aufführung am Katzenstein verband er auf kongeniale Weise Elemente der Akrobatik mit erzählerisch-performativen Aspekten. Der spektakuläre Aufführungsort machte die Live-Performance zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Adriano Cangemi während seiner Performance.

Nicht zuletzt war es die Begeisterung und Bewegtheit des Publikums, die die Jury dazu bewogen hat, diesen Sonderpreis auszuloben.

Rubriklistenbild: © Uwe Thon

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