Achtung vor Wildunfällen - Tipps der Tierschutzorganisation TASSO für den Straßenverkehr

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Vorsicht beim Autofahren: In dieser Jahreszeit kommt es vermehrt zu Unfällen mit Wildtieren.

Der Winter rückt immer näher und damit auch der Zeitpunkt, wo es vermehrt zu Wildunfällen kommen kann. Die Tierschutzorganisation TASSO gibt aus diesem Grund Tipps für das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

Am Sonntag wurden die Uhren umgestellt und spätestens damit ist klar: Der Winter ist auf dem Weg. Nebel, Regen und Dämmerung schränken die Sicht beim Autofahren dann wieder häufig ein. Gerade in dieser Jahreszeit kommt es vermehrt zu Unfällen mit Wildtieren. Deshalb sollten Verkehrsteilnehmer nun besondere Vorsicht walten lassen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps, wie sich Autofahrer in der dunklen Jahreszeit am besten verhalten sollten.

Bremsbereit

Besonders auf Strecken, die an Wäldern oder Feldern vorbeiführen sowie in Gebieten mit gekennzeichnetem Wildwechsel ist es nun wichtig, langsam zu fahren, Abstand zu halten und immer bremsbereit zu sein. Sobald Wild am Straßenrand zu erkennen ist, sollten Verkehrsteilnehmer abblenden (also von Fern- auf Abblendlicht wechseln), abbremsen und hupen, um das Tier zu verscheuchen. Auf keinen Fall darf das Tier durch das Einschalten des Fernlichtes geblendet werden, da es hierdurch die Orientierung verliert und erst recht auf die Lichtquelle und somit die Straße zulaufen wird und eventuell sogar weitere Tiere folgen.

Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist, empfiehlt der ADAC das Lenkrad festzuhalten und kontrolliert zu bremsen. Autofahrer, die versuchen, ein Tier durch ein Ausweichmanöver zu schützen, begeben sich und andere Verkehrsteilnehmer in große Gefahr. Zusammenstöße mit Bäumen am Straßenrand oder mit dem Gegenverkehr haben häufig auch für die Unfallbeteiligten schlimme Folgen.

Ruhe bewahren

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenstoß mit einem Wildtier, gilt es Folgendes zu beachten: Das Auto zum Stillstand bringen und Ruhe bewahren. Zunächst eine Warnweste anziehen, die Warnblinkanlage einschalten, die Unfallstelle sichern und eventuell verletzte Personen versorgen. Danach die Polizei alarmieren und so lange bei dem verletzten Tier bleiben, bis Hilfe eintrifft. Fotos von der Unfallstelle und dem Tier anfertigen und die Kontaktdaten von vorhandenen Zeugen notieren. Doch Vorsicht, ein verletztes Tier kann bedingt durch seine Schmerzen und seine Panik beißen. Ein verletztes oder totes Tier darf auch niemals in guter Absicht mitgenommen werden. Diese Handlung gilt im Sinne des Gesetzes als strafbare Wilderei.

Ausnahme

Eine Ausnahme bildet das Bundesland Hessen: In einem Schreiben an die Landestierärztekammer hat hier das Umweltministerium bereits 2015 klargestellt, dass ein verletztes Wildtier, das dem Jagdrecht unterliegt, zu einem Tierarzt zur Behandlung gebracht werden darf, sofern derjenige, der das Tier der Natur entnimmt, dies dem Jagdausübungsberechtigten beziehungsweise der Polizei mitteilt. Mit dieser Regelung soll sichergestellt werden, dass jedermann verletzten oder in Not befindlichen Wildtieren helfen kann und somit das Tierschutzgesetz Berücksichtigung findet. Auch ist es hilfreich, sich von der Polizei noch vor Ort für die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung ausstellen zu lassen. Diese kann bei der eigenen Kfz-Versicherung eingereicht werden. Insbesondere, wenn das verletzte Tier geflüchtet ist, ist diese Bescheinigung für die Versicherung wichtig.

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