Ahle-Wurscht-Fest lockte viele Fans nach Lohfelden

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Sieben Mitgliedsbetriebe des Vereins boten ihre Variationen der „Wurstlegende“ - von der kleinen Runden, über die mittelgroße Stracke, bis hin zur 1.200 Gramm schweren Keule waren alle Kaliber vertreten.

Lohfelden. Ein Füllhorn des guten Geschmacks Ahle-Wurscht-Fest lockt Fans nach Lohfelden Lohfelden. Am Sonntag war Lohfelden erneut der Mittelpunkt der Welt, zumindest für Ahle-Wurscht-Fans. Unter dem Motto „Minne Ahle..“ präsentierte der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e.V. die Schmeckewöhlerchen der GrimmHeimat Nordhessen.

Sieben Mitgliedsbetriebe des Vereins boten ihre Variationen der „Wurstlegende“ - von der kleinen Runden, über die mittelgroße Stracke, bis hin zur 1.200 Gramm schweren Keule waren alle Kaliber vertreten. Zudem gab es mehrere Stände mit Obst, Gemüse und weiteren regionalen Produkten. Während „Papa Belas Dixie Kings“ musikalisch für Stimmung sorgten, drängten sich die Besucher auf dem Pflaster des Löwenhofs und wanderten von einem Stand zum anderen. Mal probierten sie ein Stück Luftgetrocknete und beim nächsten Metzger eine leicht angeräucherte Variante - dabei testeten sie auch immer den unterschiedlichen Reifegrad der Wurst. „Ich bin ein Fan der knüppelharten Stracken“, schwärmte beispielsweise Daniel Borges aus Rothwesten und nahm sich eine vom Hof Wiegand aus Wabern mit. Andere wiederum bevorzugten dagegen lieber die frischere und daher weichere, meist in Form einer Runden. Durch eigene traditionelle Rezepte hatte jeder Produzent etwas Einmaliges zu bieten, bei der Herstellung standen ausgewählte Rohstoffe, uralte Handwerkskunst und Sorgfalt im Vordergrund. Bei Fleisch- und Schinkensommelier Volker Luckhardt aus Seigertshausen probierte Ursula Wimmel unter anderem die „Knüll-Keule“, Bärbel Ross aus Melsungen gab Tipps für die Zubereitung der „Rübenwurst“ und Nicole Mende von der Jausenstation in Weißenbach bot neben der Wurst auch noch herzhaften Käse. Max Beck und Jorias Bach von der Landfleischerei Opfer in Datterode lieferten sich spaßeshalber einen „Show-Kampf“ mit der Ahlen Wurscht, Pierre Adam vom Teichhof in Grandenborn schnitt abwechselnd geräucherte und luftgetrocknete Wurst in Scheiben und Lena Wagner aus Rotenburg-Seifertshausen lockte vor ihrem Stand ebenfalls mit leckeren Pröbchen.

 „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagte Markus Exner. Projektleiter der Dachmarke GrimmHeimat Nordhessen. Trotz der schlechten Wetterprognosen, die sich glücklicherweise kaum bewahrheitet hatten, fanden seiner Schätzung nach an die viertausend Besucher den Weg nach Lohfelden. „Ahle Wurscht geht immer“, lautete nicht nur seine Devise, Olaf Häupl aus Wolfsanger zeigte sich beispielsweise ebenso begeistert und nahm gleich eine ganze Tüte voller Spezialitäten mit nach Hause.

Der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e. V. wurde 2004 von engagierten Metzgern und Ehrenamtlichen mit dem Ziel gegründet, die traditionelle Herstellung und die Qualitätssicherung sowie die Geschmacksbildung und die Esskultur zu erhalten. Nach den aktuellen Lebensmittelskandalen werben sie umso mehr für die handwerklichen Verarbeitungsmethoden. Für die Ahle Wurscht wird das Fleisch der extra schweren Schweine aus regionaler Herkunft schlachtwarm verarbeitet - bei der Wurstproduktion verzichtet man gänzlich auf Nitritpökelsalz, Geschmacksverstärker, Starterkulturen und Reifebeschleuniger.

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