Aktiv gelebtes Miteinander

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Grebenstein. Bereits seit fünf Jahren gibt es gemeinsame Aktivitäten zwischen der Gesamtschule und der Caldener Werk-Hilfe. Nun wurde gebastelt.

Grebenstein. Auf dem Brettchen entsteht eine Szenerie, bei der ein Tannenbaum mit Lichterkette ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. In liebevoller Kleinarbeit beschäftigt sich Ulrike Schaub mit ihrer Bastelei, unterstützt von Kim Priester. Am Nebentisch verwandelt Marion Trube einen Pinsel in eine Weihnachtsdekoration, während neben ihr Hildegard Schröder kleine Wichtelgestecke anfertigt. An drei Donnerstagen im Dezember herrschte nachmittags in einem der Arbeitslehre-Räume der Heinrich-Grupe-Schule reges Treiben, denn es fand ein Bastelkurs der besonderen Art statt. Geleitet von den Lehrkräften Jochen Feuring und Henrike Hohmann und unterstützt von Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9/10 trafen sich Behinderte und Senioren von der Werk-Hilfe Calden.

Gemeinsame Aktivitäten seit fünf Jahren

Bereits seit fünf Jahren gibt es gemeinsame Aktivitäten zwischen der Gesamtschule und der Caldener Einrichtung, wie zum Beispiel PC-Kurse für Senioren, bei denen sich ebenfalls Schüler engagiert hatten. Die Jugendlichen, denen die Teilnahme im Rahmen der Berufsorientierung zertifiziert wird, hatten ihre Tätigkeit im Rahmen von Wahlpflichtunterricht oder AGs vorbereitet. Sie halfen den insgesamt 13 Teilnehmern, die von zwei Betreuern begleitet wurden, bei ihren Aktivitäten. Dabei standen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, vom Herstellen weihnachtlicher Dekorationen bis zu eigenen Bastel- und Malarbeiten. So galt es für Philipp Berner, Jessika Naumov, Marvin Tolle, Kim Priester, Jan Albrecht und Maurice Steger, bei Feinarbeiten behilflich zu sein, Zweige anzukleben, Sperrholzplatten zu sägen oder einfach nur da zu sein.

Einstieg in soziale Berufe

Das neue Angebot stieß auf große Resonanz. Nicht nur, dass sich alle Beteiligten zu Beginn der Kursnachmittage mit Kaffee und zum Teil selbst gebackenen Kuchen stärkten, auch das Miteinander motivierte. "Es macht Spaß, mit den Behinderten und den alten Menschen zusammenzuarbeiten", bilanzierte Kim Priester. "Ich helfe gern und es ist schön, die Freude der Menschen zu sehen." Mitschüler Philipp Berner bestätigte Kims Aussage: "Ich habe gern mit Menschen Kontakt. Man darf dabei nicht schüchtern sein." Er könne sich einen Beruf im sozialen Bereich vorstellen, so der 15-Jährige.

Seniorin Hildegard Schröder, deren Mann Uwe Buck mit 82 Jahren der älteste Teilnehmer in der Runde war, strahlte vor Freude über die Möglichkeit, sich kreativ zu betätigen und mit jungen Menschen zusammen zu sein. Dies sei ihr doch vertrauter als der Umgang mit einem Computer gestand die alte Dame. Der Kurs brachte sie auf eine Idee: "Vor Ostern möchte ich hier in der Schule einen Bastelkurs für Schüler anbieten!"

Die Kooperation geht weiter, denn im Frühjahr können Interessenten nicht nur basteln, in der Werk-Hilfe soll es einen Handy-Kurs für Senioren geben. Natürlich wieder mit Schülern der Heinrich-Grupe-Schule.

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