Argentinische Schüler zu Gast in Grebenstein

Deutsch lernen im Austauschprogramm mit der Heinrich-Gruppe-Schule

Grebenstein. Tango Argentino, das ist mehr als ein Tanz. Das ist Emotion, eine getanzte Geschichte und tanzen kann ihn nicht jeder in Argentinien. Einige interessante Informationen rund um die Musik in dem südamerikanischen Land erhielten die Schüler der Klasse G9a von ihren Gästen Marina Giacosa Esnal, Pilar Martinez und Francisco Ventura. Dabei bekamen sie aber auch einen kurzen Überblick über Musik, die Gleichaltrige auf der Südhalbkugel hören.

Deutsch schon in Argentinien

Marina, Pilar und Francisco gehörten zu einer Gruppe junger Argentinier, die Anfang des 2. Halbjahres im Rahmen eines Austauschprogramms zwei Wochen lang die Heinrich-Grupe-Schule besuchten. Zu Hause sind sie in der Kleinstadt Villa General Belgrano, wo sie an der deutschen Schule lernen. So gehört die deutsche Sprache von Anfang an zum Lehrplan und das ermöglichte Gästen und Gastgebern eine unkomplizierte Kommunikation. Ihre schulische Ausbildung umfasst auch einen Aufenthalt in Deutschland und daher verbrachten die argentinischen Schüler sechs Wochen in Bergisch Gladbach, bevor sie für zwei Wochen Nordhessen kennenlernten. Die Ortswahl kam dabei durch persönliche Kontakte zustande.

Von ihrem Aufenthalt waren alle drei begeistert, wenn auch mit Einschränkungen: „Schule in Deutschland ist sehr gut! Allerdings muss man hier viel früher aufstehen.“ In Argentinien sei alles viel ruhiger, es gebe kein Abitur nach der 12 Jahre dauernden Schulzeit. „Wer studieren möchte, muss an der Uni ein Examen ablegen“, erläuterten die Jugendlichen Unterschiede zwischen den Schulsystemen. Auch die Notengebung sei ganz anders: „In Argentinien haben wir Zensuren zwischen 1 bis 10, dabei ist die 10 die beste Note.“ An deutschen Schulen gefielen ihnen die klaren Strukturen und die gute Organisation. Besonders Franscico war von Schule in Deutschland fasziniert: „Alle haben eine Chance, man kann nach der Schule einen Beruf lernen, das ist viel besser.“ Seine Mitschülerin Marina kam dagegen über die reiche Historie ins Schwärmen: „Argentinien“ ist ein sehr junges Land und hier sieht man Gebäude, die älter als unser Land sind.“ Die Landschaft und die Städte, das beeindruckte dagegen Pilar am meisten.

Nur das Winterwetter gefiel keinem der Gäste. Aber das störte sie nicht weiter, denn sie fühlten sich sehr wohl. Ihre Gastgeber waren von der einzigartigen Gelegenheit, einen Gast aus einem fernen Land zu beherbergen, ebenfalls begeistert. Lara Wenzel und Anna Eicke waren sich einig darin, dass es eine schöne Erfahrung war, sich mit Jugendlichen aus einem anderen Land auszutauschen und hofften, dass der Kontakt hält.

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