Baunatal: Audi fiel auf A 49 durch rasante Fahrweise auf - Zivilstreife stoppt mutmaßlich drogenberauschten Fahrer

Autobahn 49. Ein 22-jähriger aus Fuldabrück fuhr mit seinem Audi über 220 km/h und hatte immer wieder sehr geringen Abstand zu anderen Fahrzeugen. Außerdem fanden die Beamten Marihuana in seinem Auto.

Aktualisiert am 15. Juli um 15.50 Uhr

Schwalm-Eder-Kreis. Die Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal, die derzeit gegen einen 22-Jährigen aus Fuldabrück wegen des Straftatbestands des verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie einer Drogenfahrt ermitteln, suchen nun nach Verkehrsteilnehmern, die am gestrigen Sonntagnachmittag durch die Fahrweise des schwarzen Audi A5 möglicherweise gefährdet, genötigt oder behindert worden sind.

Insbesondere bei der Fahrt auf der A 49, beginnend gegen 15.10 Uhr von Kassel-Waldau bis nach Borken und anschließend wieder zurück bis Edermünde, hatte der Audi hohe Geschwindigkeiten erreicht und war mehrfach sehr dicht bei anderen aufgefahren. Einige wenige von dieser rücksichtslosen Fahrweise betroffene Verkehrsteilnehmer sind den Beamten der Autobahnpolizei bislang bekannt. Sie vermuten aber, dass noch andere Verkehrsteilnehmer brenzlige Situationen selbst erlebt oder diese möglicherweise beobachtet haben. Betroffene oder Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0561 - 910 1920 bei der Polizeiautobahnstation Baunatal oder unter Tel. 0561 - 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Schwalm-Eder-Kreis. Eine Zivilstreife der Polizeiautobahnstation Baunatal stoppte am gestrigen Sonntagnachmittag einen mutmaßlich drogenberauschten Autofahrer, der auf der Autobahn 49 dauerhaft durch seine äußerst rasante und drängelnde Fahrweise besonders auffällig war. Aus diesem Grund leiteten die Beamten neben der Anzeige wegen der Drogenfahrt auch ein weiteres Strafverfahren gegen den 22-Jährigen aus Fuldabrück ein. Ihm wird vorgeworfen, sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt zu haben, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Dieses Verhalten fällt unter den seit dem 13. Oktober 2017 geltenden Straftatbestand des "Verbotenen Kraftfahrzeugrennens" gemäß § 315d des Strafgesetzbuches. Den Führerschein des 22-Jährigen stellten die Autobahnpolizisten vorläufig sicher. Zudem musste der junge Autofahrer eine Blutentnahme über sich ergehen lassen.

Erstmalig aufgefallen war der rasende und drängelnde dunkle Audi A5 Coupe (240 PS) einer Zivilstreife der Autobahnpolizei um kurz nach 15 Uhr in Höhe der Anschlussstelle Kassel-Waldau in Richtung Süden. Durch den sofortigen Einsatz eines weiteren Zivilfunkwagens, der mit besonderer Messtechnik ausgestattet ist, konnten die Beamten die darauffolgende Fahrweise des Audis genau dokumentieren. Der Autofahrer war auf dem Weg in Richtung Süden zunächst an der Anschlussstelle Borken abgefahren, hatte dort gedreht und war zurück auf die Autobahn in Richtung Norden gefahren.

Dabei beschleunigte er immer wieder massiv, ließ den Motor erheblich aufheulen und überschritt geltende Geschwindigkeitsbeschränkungen deutlich. Zudem legte er große Teile der Strecke mit Geschwindigkeiten von mehr als 220 km/h zurück und fuhr dabei immer wieder sehr dicht auf andere Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen der Autobahn auf. An der Rastanlage in Edermünde gelang den Autobahnpolizisten dann schließlich die Kontrolle des Audifahrers.

Im Wagen des 22-Jährigen fanden sie dabei zwei Tütchen mit einer kleineren Menge Marihuana sowie Drogenutensilien. Der Autofahrer geriet durch sein Verhalten zudem in den Verdacht, erst kürzlich Drogen konsumiert und berauscht am Steuer seines Wagens gesessen zu haben.

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance

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