Ausbau kostet 172.000 Euro

Wahlsburg. Im September 2008 hatte die Gemeindevertretung den Plnen fr ein Informations- und Kommunikationszentrum an der Klosterkirche im

Wahlsburg. Im September 2008 hatte die Gemeindevertretung den Plnen fr ein Informations- und Kommunikationszentrum an der Klosterkirche im Wahlsburger Ortsteil Lippoldsberg zugestimmt. Jetzt stehen auch die erforderlichen Mittel bereit, so dass mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, informiert Landrat Dr. Udo Schlitzberger bei einem Besuch in Lippoldsberg. Der Ausbau des historischen Gebudes am Westportal der Klosterkirche kostet rund 172.000 Euro.

Dr. Schlitzberger: Es war klar, dass weder der Frderverein Klosterkirche Lippoldsberg e.V. noch die Gemeinde Wahlsburg diesen Betrag alleine schultern knnen. Die Gemeinde bernimmt bis zu 32.500 Euro der Kreis steuert 30.000 Euro bei. Der grte Frderbetrag mit rund 69.000 Euro stammt aus Investitionsprogramm Regionale Wertschpfung und Lebensqualitt (LEADER-Programm) der Investitionsbank Hessen. Das Geld ist gut eingesetzt, da die Klosterkirche Lippoldsberg eine der architektonischen und geschichtlichen Glanzpunkte im Landkreis Kassel ist, ist sich Dr. Schlitzberger sicher. Beim Weihnachtskonzert des Landkreises, das 2008 in der Klosterkirche stattfand, habe er erneut feststellen mssen, dass viele Menschen aus der Region Kassel nicht wissen, welche Attraktionen Lippoldsberg bieten kann. Die Klosterkirche gehrt neben dem karolingischen Westwerk in Corvey zu den Hhepunkten frher Baukunst im Weserbergland. Die gut 53 Meter lange dreischiffige Basilika gilt als eines der ersten in allen Bauteilen eingewlbten Gebuden in Deutschland. Mit dem Informationszentrum steht ab September 2009 endlich eine Anlaufstelle fr die zunehmende Zahl von Besuchern der Klosterkirche und die Touristen an der Oberweser zur Verfgung, so der Landrat.

Die nicht unerheblichen Kosten fr den Umbau des 800 Jahre alten Gebudes fr das neue Infozentrum ergeben sich aus Vorgaben des Denkmalschutzes. Im Zuge der Sanierung wird ein Teil des Kreuzgangs aus dem 12. Jahrhundert freigelegt. Dr. Schlitzberger: Auch unter diesem Gesichtspunkt ist das Projekt beispielhaft, da ein ansonsten leer stehendes denkmalgeschtztes Gebude in der historischen Ortsmitte von Lippoldsberg sinnvoll und zukunftsfhig genutzt wird. Bestandteil des Nutzungskonzepts ist die Einrichtung eines Klosterladens - auerdem nimmt das Infozentrum die Aufgaben des gemeindlichen Tourismusbros wahr. Wenn alles gut luft, kann hier mittelfristig auch ein zustzlicher Vollarbeitsplatz geschaffen werden, weist der Landrat auf die arbeitsmarktpolitische Bedeutung des Projekts hin. Neben Exponaten aus dem frheren Kloster soll im Informationszentrum auch ein virtuelles Museum entstehen.

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