Bessere Radwege: "Schlaglochoffensive" fördert kleinere Kommunen

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Am sanierten Teilstück des R4 in Naumburg (v. li.) Stefan Arend (Radverkehrsbeauftragter beim Landkreis), Uwe Koch (Leiter Fachdienst Verkehr und Sport, Landkreis) und Bürgermeister Stefan Hable.

Die sogenannte ‘Schlaglochoffensive’ vom Landkreis unterstützt und fördert auch kleinere Kommunen beim Sanieren von Radwegen.

Naumburg/Wahlsburg. „Im vergangenen Jahr ging es vor allem um Lückenschlüsse im Radwegenetz, in diesem Jahr konzentrieren wir uns auf die gute Befahrbarkeit bereits bestehender Radwegeverbindungen“, so Stefan Arend, Radverkehrsbeauftragter des Landkreises, und blickt dabei nahe Naumburg auf die drei Meter breite neue Schotterdecke des Radweges R4. Die Stadt Naumburg hat die „Schlaglochoffensive“ des Landkreises – bei der neben dem weiterhin laufenden Programm zur Förderung von Lückenschlüssen erstmals auch Gelder für Unterhaltungsmaßnahmen bereitgestellt werden – genutzt und 8.500 Euro in ein 900 Meter langes Teilstück zwischen der Kernstadt und dem Ortsteil Elbenberg investiert.

„Wir haben uns bewusst für Kalkschotter und gegen eine Asphaltierung entschieden“, so Bürgermeister Stefan Hable. Zum einen führe die wassergebundene Decke zu ausreichender Niederschlagsversickerung, zum anderen befürchte man, dass bei einer Asphaltierung Auto- und Motorradfahrer den Wirtschaftsweg trotz Verbotsschilder als Schleichweg nutzen könnten.

Förderung kleiner aber wichtiger Maßnahmen

Schlaglöcher, Wurzelschäden, ausgewaschene Fahrrinnen – für kleine, aber dringende Investitionen ins Radwegenetz fehlt den Kommunen oft das Geld. „Hier kommt unsere sogenannte ‘Schlaglochoffensive’ ins Spiel“, so Uwe Koch, Leiter des Fachdienstes Sport und Verkehr beim Landkreis. „Damit ergänzen wir die Förderrichtlinie des Landes, die Maßnahmen ab 20.000 Euro Investitionen in Radwege mit bis zu 80 Prozent bezuschusst.“ Und Stefan Arend ergänzt: „Wir wollen die vorhandenen Radwegeverbindungen so gestalten, dass sie gut befahrbar sind. Was wiederum der Verbesserung der Qualität des Radfahrens dient.“ Was das konkret bedeutet, wird neben Naumburg auch am Beispiel Wahlsburg deutlich. Die Strecke zwischen Vernawahlshausen und Lippoldsberg musste in einem Teilbereich asphaltiert werden, um sie für den Alltagsradverkehr und auch für das touristische Angebot besser nutzbar zu machen. „Für den Ausbau des Radweges sind Kosten in Höhe von rund 53.000 Euro angefallen“, informiert Wahlsburgs Bürgermeister Jörg-Otto Quentin. Der Zuschuss des Landkreises in Höhe von 26.146 Euro habe daher „sehr geholfen“.

Insgesamt wurden bislang im Landkreis rund 50.000 Euro investiert. Und es soll weitergehen! Uwe Koch: „Alles was unter 20.000 Euro kostet, ist weiterhin mit der Förderung bei uns an der richtigen Stelle.“ Antragsunterlagen für diese Förderung gibt es auf der Internetseite von Hessen Mobil www.mobil.hessen.de im Download-Bereich.

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