Bürger in Breuna leiden unter zunehmendem Lkw-Verkehr

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Der Verkehr auf der L 3080 steigt immer weiter an, die Belastungen für die Anwohner werden immer unerträglicher. Davon überzeugten sich SPD-Politiker vor Ort.

Volkmarsen lässt sich Zeit mit der Anbindung des neuen Logistikzentrums an die Autobahnanschlussstelle Warburg.

Breuna. Der Verkehr auf der L 3080 steigt immer weiter an, die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner werden immer unerträglicher. Davon überzeugten sich am vergangenen Mittwoch die Mitglieder der SPD-Fraktion der Gemeindevertretung Breuna, des SPD-Gemeindevorstandes und die SPD-Kreistagsabgeordnete Marlies Weymann-Flörke an der Volkmarser Straße in Breuna und an der Arolser Straße in Oberlistingen. Der Grund für die starke Verkehrsbelastung: Die Ansiedlung des Logistikzentrums südlich von Volkmarsen.

„Das war ein großer Wurf für die Christdemokraten in Volkmarsen“ so Frank Trampedach, SPD-Fraktionsvorsitzender in Breuna. „In der damaligen Goldgräberstimmung wurde aber wissentlich vernachlässigt, dass zwischen der A 44 noch die Ortsdurchfahrten von Volkmarsen und Breuna liegen“. Auf Grund der Intervention der Breunaer Gemeindevertretung und einer Bürgerinitiative in Volkmarsen habe die Stadt Volkmarsen im damaligen Beteiligungsverfahren beschlossen, „dass ab dem Gewerbegebiet Volkmarsen eine Umgehungsstraße zur Anschlussstelle Warburg gebaut wird. Wo ist die Straße?“, fragt auch Lars Voigtländer, stv. SPD-Fraktionsvorsitzender in Breuna. „Jetzt rollt der gesamte, zunehmende LKW-Verkehr durch Teile der Stadt Volkmarsen und durch unsere Gemeinde, was die Anwohnerinnen und Anwohner in Breuna mittlerweile auf die Barrikaden bringt“.

Die Stadt Volkmarsen müsse dazu gedrängt werden, Verantwortung für ihre Ansiedlung zu übernehmen und den Bau einer Umgehungsstraße zeitnah zu realisieren. Zusätzlich fordert die SPD Fraktion, kurzfristig die L 3080 in den Ortsdurchfahrten von Breuna, Oberlistingen und Niederlistingen von Grund auf zu sanieren und zusätzlich ein Nachtfahrverbot für LKW von 22 bis 6 Uhr zu verhängen und mittelfristig eine bereits mehrmals geplante Ortsumgehung, der als Querspange dienenden L 3080 zwischen der A 44 und der B 7 von Breuna nach Oberlistingen, zu realisieren.

Besonders verärgert sind die Breunaer Sozialdemokraten über den Ersten Stadtrat von Volkmarsen und Bundestagsabgeordnetenen Thomas Viesehon (CDU), der nun von der Gemeinde Breuna und der Region den Einsatz für eine weitere Anschlussstelle der A 44 nordwestlich von Breuna am „Schoren“ fordere. „Thomas Viesehon ist Mitglied des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages. Als solches müsste er wissen, dass der Bund keine Veranlassung für die Herstellung einer zusätzlichen Anschlussstelle hat. Und damit gilt hier: Wer bestellt, zahlt die Baukosten, und noch eine Unterhaltungskostenpauschale. Da kommen schnell hohe siebenstellige Summen heraus. Und die zahlen dann Breuna und die Region?“.

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