Bundesfreiwilligendienst: Ein Jahr dem Heimatwald im Forstamt Wolfhagen helfen

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Der 20-jährige Florian Werner aus Söhrewald fühlt sich bei der Wiederbewaldung von Borkenkäfer-Schadflächen sehr wohl. Corona-bedingt ist er jetzt vollständig mit Arbeiten im Freien beschäftigt, zum Beispiel mit dem Pflanzen von Baumsetzlingen.

Wolfhagen. Forstamtsleiter Uwe Zindel ist von der Einrichtung der Freiwilligenstelle überzeugt: „Das `Freiwillige ökologische Jahr – FÖJ´ gibt Raum für eine beispielhafte win-win-Beziehung – die jungen Menschen haben in diesem Jahr die Möglichkeit, die Waldnatur intensiv zu erfassen, in und mit der Natur zu arbeiten und sich zu orientieren. Das Forstamt kann Nachwuchs für den Wald begeistern und erhält tat-kräftige Unterstützung. Das FÖJ kann ein erster Abschnitt in der Berufsfindung sein, danach folgt fast regelmäßig als nächster Schritt auch eine Ausbildung im Berufsfeld Wald und Natur.“

Diese Sicht untermauert der Freiwilligen-Betreuer im Forstamt, Rainer Weishaar: „Es ist gut, durch den Kontakt mit den jungen Leuten immer wieder mit anderen Augen auf die eigene Arbeit zu blicken und offen für Fragen und kreative Ideen zu bleiben.“ Der Förster und Waldpädagoge ist der Ansprechpartner im Freiwilligen Ökologischen Jahr. Er informiert über die Arbeitsfelder, weist konkrete Arbeits-aufgaben zu und koordiniert auch den Arbeitseinsatz mit den Revierleitungen im Forstamt.

Freiwilligendienst: Zeit der Orientierung zwischen Schule und Beruf 

Der 20-jährige Florian Werner aus Söhrewald fühlt sich bei der Wiederbewaldung von Borkenkäfer-Schadflächen sehr wohl. Corona-bedingt ist er jetzt vollständig mit Arbeiten im Freien beschäftigt, zum Beispiel mit dem Pflanzen von Baumsetzlingen. „Ich bekomme die forstlichen Abläufe von A bis Z mit und darf auch eigenverantwortlich arbeiten. Ich lerne die Schwerpunkte der Pflege von Wald und Natur kennen. Auch in die Waldpädagogik werde ich einbezogen.“ Die Kolleginnen und Kollegen hätten ihn sehr gut mitgenommen, ihm alles erklärt, ihn ernst genommen und selbstständig arbeiten lassen. Das gefällt ihm sehr gut. Auch Arbeiten wie das Aufbauen von Zäunen zum Schutz neuer Forstkulturen, das Abbauen von Wuchshüllen oder die Mithilfe bei Jagden führt er sehr gern aus.

Nachdem die schriftlichen Abi-Prüfungen trotz Corona abgelegt werden konnten, schauen viele junge Leute nun wieder unbeschwerter in die Zukunft. Wir hoffen auf Bewerbungen, die an den Träger des Freiwilligendienstes, die Diakonie Hessen, gerichtet werden sollen. Nach Absprache sind dann auch Probearbeitstage zum gegenseitigen Kennenlernen möglich.

Vertiefte Informationen und einen Überblick über Stellen in den Forstämtern gibt es hier.

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