Buntes Willkommensfest für Flüchtlinge in Zierenberg

„Brot und Salz“ als Zeichen der Gastfreundschaft der Zierenberger für die Flüchtlinge. Foto: Privat

Mit Brot und Salz als Zeichen der Gastfreundschaft: Viele Zierenberger haben die in der Stadt lebenden Flüchtlinge willkommen geheißen.

Zierenberg. Mit einem fröhlichen bunten Fest im Bürgerhaus hat die Flüchtlingshilfe Zierenberg am Samstag, 28. Januar, die in der Stadt lebenden Flüchtlinge willkommen geheißen. Was die Initiatoren besonders freute: Der Zuspruch der Zierenberger Bürger war so groß, dass die Ehrenamtlichen flugs weitere Tische und Stühle aufstellen mussten, damit alle Gäste Platz fanden. Eigens für die Feier hatten die Kinder des Grundschulchores der Fritz-Hufschmidt-Schule unter Leitung von Claudia Laaber ein Lied zum "Willkommen-Song" umgedichtet; darin die Liedzeile: "Klasse, dass ihr da seid und uns zu uns gehört."

Diese schwebten dann auch wie ein Motto über der gesamten Feier, zu der die in der Gemeinschaftunterkunft und in Wohnungen lebenden mehr als 60 Flüchtlinge aus dem Irak und dem Iran, Eritrea und Äthiopien, Somalia und Pakistan sowie zahlreiche Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe und Bürger der Stadt gekommen waren.  Die Gäste aus Nah und Fern nutzten rege die Gelegenheit, sich erstmals näher kennen zu lernen und teils in verschiedenen Sprachen, teils "mit Händen und Füßen", ins Gespräch zu kommen. Auch der Posaunenchor Zierenberg unter Leitung von Frank Sturm begleitete das Fest musikalisch. Für die Kinder standen Schminken und "Zirkus" auf dem Programm.

"Wer zu uns aus einem anderen Sprach- und Kulturkreis zu uns kommt, erlebt vieles zunächst als sehr fremd und ungewohnt", sagte Ehrenamtskoordinator Dieter Baumann in seiner Begrüßung. Die in der Flüchtlingshilfe zusammengeschlossenen Freiwilligen hätten dabei "den Wunsch und das Ziel, die aus ihrer Heimat zu uns geflohenen Menschen zu begleiten und zu unterstützen und ihnen damit gute Voraussetzungen für eine gelingende Integration in unsere Gesellschaft zu ermöglichen."

"Wichtig ist, dass alle wollen"

In Ihren Grußworten betonten Bürgermeister Stefan Denn, die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde, Dorothee Rahn, und der katholische Diakon Günther Hejl, wie sehr sie die Neubürger als Bereicherung empfänden. Gerade das Leben in einer kleinen Stadt wie Zierenberg böte zahlreiche Gelegenheiten, einander auch persönlich zu begegnen: "Wo ein Wille ist auch ein Weg", zitierte Pfarrerin Rahn ein deutsches Sprichwort. "Menschen, die sich verständigen wollen, werden erfinderisch. Wichtig ist, dass wir wollen." Davon solle die Feier heute zeugen.Dieter Baumann wartete zum Ende der Veranstaltung mit einer weiteren Tradition auf: Er überreichte den Flüchtlingen Brot und Salz als Zeichen der Gastfreundschaft.

Neu: Café Kontakt

Seit diesem Montag bietet der Ehrenamtskoordinator eine offene Sprechstunde für Flüchtlinge und für Zierenberger Bürger ab 11.30 Uhr in der Gemeinschaftsunterkunft in der Dörnbergstraße. Wer ein Anliegen hat oder sich informieren möchte, kann ohne Anmeldung vorbeikommen.Am Mittwoch, 14. Februar, öffnet erstmals und dann 14-täglich das "Café Kontakt" ab 15 Uhr in der Gemeinschaftunterkunft. Eingeladen sind alle, die bei Kaffee und Kuchen die Beteiligten kennen lernen möchten.

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