Café International in Bad Emstal

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Sarah Alabed erklärt Doris Lorbach die Fotos ihrer Flucht aus Syrien.

Das Café International öffnet am Samstag, 9. September, erstmals seine Pforten in der Alten Post am Rathaus.

Bad Emstal. Die traditionelle Kurhessen-Party des Kur- und Gewerbevereins Bad Emstal wartete am vergangenen Wochenende mit einer Neuheit auf. Der Unterstützungskreis für geflüchtete Menschen nutzte das beliebte Straßenfest, um auf das geplante Café International in der Alten Post am Rathaus aufmerksam zu machen. Hier soll erstmals am Samstag, 9. September, ab 14 Uhr, und danach einmal im Monat ein Begegnungs-Café seine Pforten öffnen.

Eröffnung am Samstag

„Die in Mietwohnungen, verteilt auf die Ortsteile, lebenden Menschen aus den Krisengebieten des Nahen Ostens brauchen dringend einen Treffpunkt. Das Café International soll aber zugleich eine Begegnungsstätte mit den Bad Emstaler Bürgerinnen und Bürger werden“, erklärt Carmen Hübner, die Sprecherin des Unterstützungskreises. Zunächst würden die Räume in der Alten Post in der Kasseler Straße einmal monatlich in ein Café verwandelt. Bei Tee, Kaffee, Kuchen oder Gebäck solle Gelegenheit zum zwanglosen Gespräch zwischen Einheimischen und Neubürgern geboten werden, so Carmen Hübner. Der Unterstützerkreis wünsche sich, dass alle einander zuhörten, Fragen stellten, erzählten, sich kennen- und verstehen lernten und auch miteinander lachten, kündet der Handzettel des Cafés International an.

Fotoausstellung „Schattenkinder“

Die Kurhessenparty sei als Generalprobe für das künftige Café auserkoren worden, berichtet Carmen Hübner. Rund 400 Besucher aus 19 Nationalitäten ließen sich von arabischem Kaffee, afghanischem Tee und gebackenen Köstlichkeiten aus dem Heimatländern der geflüchteten Menschen verwöhnen. Rasch wäre es zu den gewünschten Tischgesprächen gekommen. Die Besucher seien besonders von der Fotoausstellung „Schattenkinder“ beeindruckt gewesen. Schülerinnen und Schüler der Foto-AG der Christine-Brückner-Schule, unter Leitung der Lehrerin Ulrike Zeiger, hätten Fotos und Texte von zerbombten Städten und den Stationen ihrer Flucht nach Bad Emstal präsentiert.

Die Mitglieder des Unterstützungskreises freuten sich besonders, auch Bürgermeister Ralf Pfeiffer und den Vorsitzenden der Bad Emstaler Gemeindevertretung, Wilfried Wehnes, unter den Gästen begrüßen können. Der Gemeinde gebühre Dank für ihre Unterstützung. „Ich habe reges Interesse am Café International verspürt, die Generalprobe ist geglückt“, zog Carmen Hübner nach der Kurhessenparty zufrieden Bilanz.

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