Digitalisierung – Nordhessen ist Europas größtes Ausbaugebiet

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Mit einem kleinen „stärkenden“ Präsent bedankte sich Kreishandwerksmeisterin Alexandra Kaske-Diekmann bei Patrick Burghardt für dessen kurzweilige Ansprache.

Nordhessisches Handwerk feiert seine Meister und Innungssieger

Kassel. Der Veranstaltungsort hat mittlerweile schon Tradition. Auf Einladung der Kasseler Kreishandwerkerschaft und der Handwerkskammer kamen am vergangenen Samstag in der Kundenhalle der Kasseler Sparkasse mehrere hundert festlich gekleidete Gäste zusammen, um die neuen Handwerksmeister und -meisterinnen sowie die Innungssieger der diesjährigen Gesellenprüfungen zu würdigen. Die Festrede hielt der Hessische Staatssekretär für Digitale Strategie und Entwicklung, Patrick Burghardt.

Mit den Worten „Ich freue mich, dass wir unsere Meisterfeier bereits zum neunten Mal in diesen Räumen veranstalten dürfen“, eröffnete Kreishandwerksmeisterin Alexandra Kaske-Diekmann das Programm und begrüßte die Gäste aus Handwerk, Politik, Wirtschaft, Kirche und Verbänden sowie natürlich die zu ehrenden. „Genießen Sie diesen Moment, mit Ihren Leistungen haben sie ihn sich verdient“. Frank Dittmar, Vize-Präsident der Handwerkskammer Kassel, gratulierte den neuen Meistern ebenfalls und verwies darauf, dass in naher Zukunft zahlreiche „altgediente Handwerksmeister“ in den Ruhestand gehen und ihre Betriebe gerne an qualifizierte Nachfolger übergeben würden. Gratulationen kamen zudem von Andreas Siebert, erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Kassel, der auch gleich den Part für den verhinderten Kasseler Stadtrat Dirk Stochla übernahm. Auch der „Hausherr“, der Vorstandschef der Kasseler Sparkasse, Ingo Buchholz, beglückwünschte die neuen Meisterinnen und Meister. Angesichts immer neuer gesetzgeberischer und verwaltungstechnischer Anforderungen warnte er, „wir müssen aufpassen, dass der Mittelstand nicht kaputt gemacht wird“.

Dies griff Patrick Burghardt in seiner Festrede gerne auf. „Der Meister ist international anerkannt, steht für Qualität "Made in Germany". Das Handwerk ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Es ist die "Wirtschaftsmacht von nebenan“, eine wichtige Säule auf dem Arbeitsmarkt und bei der Ausbildung.“ Er gratulierte den Meisterinnen und Meistern zu ihrem beruflichen Erfolg. „Meisterbrief, Innungssieger – so etwas ist nicht selbstverständlich. Sie haben viel Aufwand betrieben und Zeit gebraucht, um auf Ihrem Berufsweg voranzukommen“. Dabei wies er darauf hin, dass das Thema Weiterbildung auch in Zukunft eine große Rolle spielen wird: „Die Digitalisierung im Handwerk wird kommen beziehungsweise ist in vielen Bereichen schon allgegenwärtig“, so der Staatssekretär. Die Digitalisierung biete dem Handwerk die Chance neue Kundengruppen und Absatzmärkte zu erschließen, Produkte noch individueller zu fertigen und durch optimierte Abläufe die Qualität zu steigern und Reaktionszeiten zu verkürzen. Unter den Stichworten Netzausbau, Digitalisierung und Vernetzung wies Patrick Burghardt darauf hin, dass „Nordhessen als Spitzenreiter im Digitalausbau das größte Ausbaugebiet in ganz Europa“ sei. Er rief das Handwerk dazu auf, die Zukunftstechnologien zu nutzen, „das Land Hessen stellt verschiedenste Fördermittel bereit, die in enger Abstimmung mit den Kammern und Kreishandwerkerschaften vergeben werden.“

Mit einem kleinen „stärkenden“ Präsent bedankte sich Kreishandwerksmeisterin Alexandra Kaske-Diekmann Patrick Burghardt für dessen kurzweilige Ansprache. Im Anschluss erfolgte dann die Übergabe der Meisterbriefe, die Verleihung von sechs Goldenen Meisterbriefen und die Vorstellung der Innungssieger, bevor man sich bei Imbiss und Getränken zu Gesprächen zusammenfand. Für die musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgte die Sängerin Nicole Jukic.

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