Drei Jungvögel im Horst im Reinhardswald

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Drei junge Schwarzstörche stehend auf dem Horst. Ein Vogel ist rechts verdeckt durch einen Buchenast. Die Jungen sind bereits voll befiedert. Die Aufnahme mit dem Handy durch ein Fernrohr entstand bereits Anfang Juli.

Schwarzstörche lassen sich durch katastrophale Waldszenarien nicht stören

Reinhardshagen. Unbeirrt von dem derzeitigen katastrophalen Waldszenario im Reinhardswald hat der seit Jahren in seinem Brutrevier vom Forstamt beobachtete Schwarzstorch seinen Nachwuchs großgezogen. Drei Jungstörche haben vor ein paar Tagen den Horst verlassen. Burkard Ritter, Forstwirtschaftsmeister im Forstamt Reinhardshagen, gelang ein tolles Foto mit Handy und Fernglas von den jungen Störchen. „Zurückblickend auf die letzten fünf Jahre sind in dem Brutrevier 13 Jungstörche groß geworden. Die Beständigkeit, mit der der Storch sein Revier jedes Jahr wieder aufsucht und annimmt sowie die beträchtliche Anzahl der Jungvögel lassen vermuten, dass es dem heimlichen Waldstorch in seinem Territorium gefällt. Entscheidende Qualitätskriterien wie Ungestörtheit und ein ausreichendes Nahrungsangebot scheinen zu stimmen“, so Wilfried Bettenhausen vom Forstamt und dort Ansprechpartner für den Naturschutz. Wie im vergangenen Jahr wurde der vom Forstamt errichtete Kunsthorst bezogen. Dieser wurde gebaut, weil der alte Horst abzustürzen drohte. Der im Winter dieses Jahres errichtete zweite Kunsthorst in einem weiter entfernten Waldgebiet des Reinhardswaldes wurde bislang nicht von Störchen angenommen.

Das Forstamt Reinhardshagen hat eine Artenpatenschaft für den Schwarzstorch (wissenschaftlicher Name: Ciconia nigra – schwarzer Schreitvogel) übernommen. Als sehr störungsempfindliche Art hat das Forstamt daher ein besonderes Augenmerk auf den Vogel gerichtet. So werden in der Waldbewirtschaftung im Bereich bekannter Horstbäume auf weitgehende Holznutzung verzichtet, Nahrungsbiotope angelegt und Bachtäler in eine naturnahe Bestockung umgewandelt.

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