Ehrenbürger lässt Wolfhagen herzlich grüßen

Martin Strauß (ehemals Bad Emstal) Stadtführer Berlin/Potsdam, Lutz Kann,
Bürgermeister Reinhard Schaake mit Ehefrau Renate
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Martin Strauß (ehemals Bad Emstal) Stadtführer Berlin/Potsdam, Lutz Kann, Bürgermeister Reinhard Schaake mit Ehefrau Renate

Bürgermeister Schaake zu Gast bei Lutz Kann in Berlin.

Wolfhagen. Seinen Humor hat er behalten, seine vor zwei Jahren verstorbene Frau fehlt ihm aber sehr. Diesen Eindruck hat Bürgermeister Reinhard Schaake beim Besuch des Ehrenbürgers der Stadt Wolfhagen zum Jahreswechsel gewonnen. Lutz Kann lebt seit einigen Monaten in einem Seniorenheim in Berlin, Stadtteil Wedding. Der überraschende Besuch des Bürgermeisters seiner Heimatstadt Wolfhagen, in der er seine Kindheit und Jugendzeit)verbrachte, hat ihm große Freude bereitet. Lutz Kann erblickte im November 1922 in Wolfhagen das Licht Welt und gehörte mit seiner Familie zur damaligen jüdischen Gemeinde der Stadt. Seine Eltern, die in der Mittelstraße 6 ein Schuhgeschäft betrieben, wurden durch das NS Regime während des Holocaust nach Riga verschleppt und vermutlich dort ermordet. Lutz Kann selbst konnte als 15 Jähriger Deutschland verlassen und seiner Schwester Anneliese nach Palästina folgen, die mit Hilfe einer zionistischen Jugendbewegung dort hin gelangte. Sie verstarb als Chanah Dankner in 2013.

Bürgermeister Reinhard Schaake überbrachte die Grüße der Stadt und übergab Lutz Kann das Jahrbuch des Landkreises sowie die Presseberichte der Gedenkveranstaltung vom 9. November 2015. Lutz Kann sagte spontan beim Lesen des Textes der Gedenktafel, die dort genannte Tochter der Familie Rosenstein, Sitty, sei mit ihm in Wolfhagen zur Schule gegangen, später habe sie als Haushälterin in Amsterdam gearbeitet. Danach sei sie nach Südamerika ausgewandert.

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