Des einen Leid, des anderen Freud?

In diesen Tagen gehen mir einige Gedankenspiele durch den Kopf. Was veranlasst Menschen anderen Menschen in ihrem Leid und ihrer Not noch mehr Schmerz

In diesen Tagen gehen mir einige Gedankenspiele durch den Kopf. Was veranlasst Menschen anderen Menschen in ihrem Leid und ihrer Not noch mehr Schmerz und Sorgen zu bereiten? Aktuell befinden sich viele Brger unseres Landes in akuter Angst um Ihren Arbeitsplatz, auch in dem von mir geleitetem Warenhaus ist diese Situation, leider, vorhanden. Nun beobachte ich in den vergangenen Wochen vermehrt Personen, die sich offensichtlich gerne als Wahrsager bettigen oder sich annehmen Wirtschaftsexperten zu sein und das betroffene Unternehmen besser zu kennen als die Mitarbeiter selbst. Da werden dann schon mal Stze ausgesprochen wie Am 01. Mrz schliet euer Betrieb, dass habe ich von XY gehrt. oder Schade dass Ihr bald keine Arbeit mehr habt. Auch sehr beliebt ist es sich vor einer Mitarbeiterin hinzustellen, die weit ber die 50 ist, und freundlich zu fragen Ach, fr Sie wird es unmglich etwas Neues zu finden. Oder? Unvorhersehbar ist die Wirkung die solche Aussagen erzielen und ich befrchte, dass sich darber keiner der Aussprechenden auch nur einen Hauch von Gedanken darum macht. Jedoch fhrt dieses Verhalten zu Trnen, Angst und schlaflosen Nchten bei den Betroffenen.

Die Frage, die ich mir dann stelle, gehen solche Menschen auch in die Opelwerke oder zu Schaeffler, werden gar Tickets gebucht fr Flge zu GM oder Ford nach Detroit. Oder versuchen SIE es lieber hier in Eschwege und Umgebung. Eventuell wird an den Toren von Pacoma geklopft. Ich schreibe hier nur ber eine geringe Zahl von Mitbrgern, jedoch verkennen diese die Macht ihrer ausgesprochenen, eventuell sogar vllig unbedachten, uerungen. Viel Zuspruch und mutmachende Worte erhielten wir ebenfalls in dieser, fr uns alle, schwierigen Zeit. Das Traurige ist aber, dass sich solche Ereignisse in den Kpfen der Betroffenen festbrennen und die vielen positiven Sympathiebekundungen dieser Tage, fr die wir uns sehr bedanken, leider oft komplett negieren. Schlieen mchte ich mit einem Zitat Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewlbe, das zusammenstrzen msste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig sttzen wrden. es stammt aus den Jahren 4 v. Chr. Bis 65 n. Chr. Ab und zu sollten wir uns daran erinnern.

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