Elektro-Innung: Zurück auf die Schulbank

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Auf der Versammlung wurde klar: Die Zukunftschancen des Handwerks sind rosig, doch dazu muss der Bedarf an Fachkräften gesichert sein.

Kassel. Da kam den gestandenen Handwerksmeistern doch die eine oder andere Erinnerung hoch. "Schulbank drücken" hieß es für die Mitglieder der Elektro-Innung Kassel, traf man sich doch zur traditionellen Herbstversammlung in der Oskar-von-Miller-Schule.Wobei die Bänke natürlich längst modernem Mobiliar gewichen sind. Vor ihrer Versammlung hatten die Innungsmitglieder die Möglichkeit, verschiedene Ausbildungsräume der Oskar-von-Miller-Schule und deren Ausstattung zu besichtigen. Studiendirektor Lothar Opfermann, Abteilungsleiter Elektrotechnik, führte die Gruppe durchs Haus, seine Fachkollegen erläuterten die schulischen Ausbildungsschritte für die angehenden Elektroniker. Dabei entwickelte sich schnell ein lebhafter Austausch zwischen den Lehrkräften und den Ausbildern bzw. Inhabern der Fachbetriebe. Die Runde war sich einig: Die Zukunftschancen des Handwerks sind rosig. Doch dazu muss der Bedarf an Fachkräften gesichert sein. Denn der Fachkräftemangel bleibt ein Dauerthema.

Nachwuchsbedarf ist hoch

Obermeister Willi Minich: "Der Nachwuchsbedarf der gesamten Wirtschaft ist hoch. Daher gibt es auch einen Konkurrenzkampf zwischen den Wirtschaftsbereichen – natürlich auch hier bei uns in Nordhessen. Allerdings  braucht unser Handwerk nicht hinter schicken Berufen aus der Industrie zurückzustehen."Die Handwerksorganisationen kämpfen seit Jahren gegen die Azubi-Flaute an. Lösungen gibt es bereits, sie müssen in der Zukunft noch mehr gelebt werden: So sollen sich zum Beispiel Abiturienten öfters fürs Handwerk entscheiden. "Wenn so viele junge Menschen Abi machen, ist die logische Folge, dass das Handwerk in dieser Zielgruppe erfolgreich sein muss. Viele Berufe, wozu mit Sicherheit auch die Ausbildungen in den Elektrohandwerken gehören, werden inhaltlich immer attraktiver – sicher auch für Abiturienten."Im Anschluss an den Gedankenaustausch erwartete die Versammlungsteilnehmer noch eine umfangreiche Tagesordnung. Auf dem Programm standen unter anderem der Jahresbericht des Obermeisters und der Fachgruppenleiter, Finanzfragen und andere Regularien.Keine Innungsversammlung ohne Sachinformationen. Die  Referenten waren Elektromeister Hubert Wehrhahn von der Firma Busch-Jaeger und  Wolfgang Kramer, Städtische Werke Netz + Service GmbH.Mit einer Urkunde wurde Hans-Jörg Zülke (Inhaber der Firma Horst Clobus Elektroinstallation, Kassel) für seine 25 Jahre Meistertätigkeit geehrt.

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