„Endlich wieder tanzen“ dank Bezuschussung

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Jürgen Attendorn (ganz links), Hartmut Müller (2. Von links), Barbara Koblitz (vierte von links), Vizelandrätin Susanne Selbert (fünfte von links) und Elke Tiemeyer (ganz rechts) umrahmt von ehrenamtlichen Unterstützern.

Der Landkreis unterstützt das Tanzprojekt „Endlich wieder tanzen“ des „Zeitlos – Zentrum für Demenz“ des Diakonischen Werks Region Kassel in Wolfhagen.

Wolfhagen. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, das Tanzprojekt „Endlich wieder tanzen“ in Wolfhagen mit 1.500 Euro unterstützen zu können“, berichtet Vizelandrätin Susanne Selbert bei einem Besuch im Diakoniezentrum in der Schützeberger Straße. Jürgen Attendorn hatte sich im Vorfeld um eine Bezuschussung des Tanzprojekts für Demenzerkrankte eingesetzt „und seine Argumente waren so gut, dass ich keine Chance hatte, Nein zu sagen“, so Selbert weiter.

Ein Projekt von „Zeitlos – Zentrum für Demenz“ 

Der Landkreis Kassel unterstützt seit mehreren Jahren das „Zeitlos – Zentrum für Demenz“ des Diakonischen Werks Region Kassel in Wolfhagen. „Zeitlos“ berät Menschen, die an Demenz erkrankt sind und ihre Angehörigen. 2014 startete Karin Zipperer-Heinemann in diesem Rahmen das Projekt „Endlich wieder tanzen“. „Bei unseren monatlichen Treffen kommen tanzbegeisterte Senioren aus Altenpflegeeinrichtungen des gesamten Wolfhager Landes zusammen“, informiert Elke Tiemeyer von „Zeitlos“, die das Tanzprojekt zurzeit organisiert. Die demenzerkrankten Tänzer „gehen je nach ihren körperlichen Fähigkeiten begeistert mit, wenn DJ Hardi aus Oberelsungen, der im wahren Leben Hartmut Müller heißt, live aufspielt“, so Tiemeyer weiter. Es sei immer wieder erstaunlich, wie textsicher die Teilnehmer bei den Liedern seien.

„Für unsere Arbeit sind solche Projekte sehr wichtig und ohne Spendengelder und den Einsatz der Ehrenamtlichen können wir solche Angebote leider nicht realisieren“, berichtet Barbara Koblitz, die in Vertretung von Diakonie-Geschäftsführer Gerd Bechtel, die Spendenzusage des Landkreises in Empfang nehmen konnte. „Endlich wieder tanzen“ kostet rund 7.000 Euro im Jahr; eine langfristige Finanzierung ist für das Projekt noch nicht gesichert.

Vorgaben des Landes für den Kreishaushalt

„Für uns ist eine regelmäßige finanzielle Unterstützung nicht möglich, da uns die Vorgaben des Landes Hessen für unseren Kreishaushalt verbieten, neue freiwillige Aufgaben zu übernehmen – um solch eine Aufgabe handelt es sich bei diesem tollen Projekt“, bedauert Vizelandrätin Selbert.

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