Erfolgreiches Integrationsmodell im Landkreis

Mohammad Masoud in der Küche des Lindenhofs in Oberweser-Weißehütte.
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Mohammad Masoud in der Küche des Lindenhofs in Oberweser-Weißehütte.
Mero AbdelAziz mit Maik Schneider von der Tischlerei Schlaf.
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Mero AbdelAziz mit Maik Schneider von der Tischlerei Schlaf.

Vom Praktikum in die Ausbildung: Am 1. August haben zwei Flüchtlinge eine Ausbildung in zwei unterschiedlichen Betrieben in Oberweser begonnen.

Oberweser/Landkreis. „Unser Ansatz über Praktika Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen, funktioniert – auch und gerade im ländlichen Raum“, bilanziert Vizelandrätin Susanne Selbert die Arbeit des Integrationsmanagements im Fachdienst Asyl des Landkreises Kassel. Selbert machte sich am Beispiel von zwei Flüchtlingen, die zum 1. August eine Ausbildung in zwei unterschiedlichen Betrieben in Oberweser beginnen, selbst ein Bild. Mero AbdelAziz startet seine Ausbildung zum Tischler in der Tischlerei Schlaf in Oberweser-Oedelsheim. „Ich habe bereits mit 12 Jahren begonnen, in meinem Heimatland Syrien in der Fenster- und Schrankherstellung zu arbeiten“, berichtet der 23-Jährige. „Seit August 2014 bin ich in Deutschland“ und seit Dezember 2014 lebt er in der Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises Berghof in Oberweser-Oedelsheim. Vom 1. Juli bis Ende September 2016 absolvierte der kurdische Jeside dann ein Praktikum zur Berufsorientierung bei der Tischlerei Schlaf – danach schloss sich ein Deutschkurs an. Seit Januar 2017 nimmt AbdelAziz am Projekt „Wirtschaft integriert“ des Vereins für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung e.V. Kassel und der Bundesagentur für Arbeit teil.

Gute Erfahrung mit Praktika

„Wir übernehmen Mero gern in eine Ausbildung – er ist ein sehr guter Teamarbeiter und ich freue mich, ihn im Team zu haben“, bestätigt Friedhelm Schlaf, Inhaber der Tischlerei Schlaf. Die guten Erfahrungen mit der Beschäftigung von Flüchtlingen hat dazu geführt, dass die Tischlerei einen weiteren Praktikanten aus Syrien beschäftigt hat. Alkasem Hamam arbeitet jetzt nach Abschluss des Praktikums auf Minijobbasis mit 12,5 Stunden in der Tischlerei. Zusätzlich ist aktuell noch ein weiterer Praktikant aus Pakistan namens Liaquat Ali in der Firma beschäftigt. Gute Erfahrungen mit Flüchtlingen hat auch Harald Henne vom „Lindenwirt“ in Oberweser-Weißehütte gemacht. „Wir haben bereits eine Reihe von Praktika durchgeführt und mit Mohammad Masoud werden wir jetzt die erste Ausbildung beginnen“, informiert Henne. Der 22jährige Masoud stammt aus Damaskus, seine Familie lebt größtenteils noch in Syrien; eine Tante lebt in München. „Ich habe einen Integrationskurs in Hofgeismar besucht und ein Praktikum hier im Lindenwirt gemacht“, berichtet Masoud. Seit November 2016 ist er in einem Einstiegsqualifizierungspraktikum, das jetzt in eine Ausbildung als Koch übergehen soll. Masoud: „Ich habe zuerst in der Gemeinschaftsunterkunft am Mühlenplatz gewohnt, seit November 2016 wohne ich in einer eigenen Wohnung in Gieselwerder“.

Über das Jobcenter Landkreis Kassel erhält Masoud eine Förderung zum Erwerb des Führerscheins – „ich hatte bereits meine dritte Fahrstunde“, so Masoud. Er hofft auf die Trinkgeldfreudigkeit der Gäste im Lindenwirt, um Geld für ein eigenes Auto zu sparen.

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