Erst Floh im Ohr, jetzt Attraktion

Gut Ding braucht Weile. In diesem Fall knapp elf Jahre. 2002 brüteten der Vorsitzende des Hofgeismarer Heimat- und Verkehrsvereins Wilfried Eckart un

Gut Ding braucht Weile. In diesem Fall knapp elf Jahre. 2002 brüteten der Vorsitzende des Hofgeismarer Heimat- und Verkehrsvereins Wilfried Eckart und Kassierer Dieter Rüddenklau die Idee von einem Radweg rund um den Reinhardswald aus. "Sie haben uns den Floh ins Ohr gesetzt und das ist richtig gewesen!", lobte Rathaus-Chef Heinrich Sattler bei der offiziellen Einweihung des letzten Teilstücks am Rothenküler Teich zwischen Burguffeln und Immenhausen. Mit dem zu über 50 Prozent vom Land finanzierten Kooperationsprojekt der AG Märchenland Reinhardswald, von Hofgeismar auf den Weg gebracht, federführend koordiniert und von Grebenstein und Immenhausen finanziell mit getragen, hat man sich, so Bürgermeister Herbert Rössel, "gut aufgestellt und das Märchenland Reinhardswald eine Attraktion mehr."

Eine, die man im wahrsten Sinne des Wortes "erfahren" kann. Insgesamt 103 Kilometer lang, in Hofgeismar startend, von dort über Grebenstein und Immenhausen im ersten Streckenabschnitt bis Fuldatal, weiter über Reinhardshagen, Bad Karlshafen und Trendelburg zurück zum Ausgangspunkt, verdient sich der Märchenland-Radrundweg sein Logo, die Märchenland-Krone. Ehrensache, dass deren Vertreter mit Ritter Dietrich alias Dieter Uffelmann an der Spitze das Geschehen beehrten: Der Türmer und Burgmann zu Immenhausen (Helmut Schopf), Hans im Glück (Uwe Gimmler) und mit einer Träne im Knopfloch Heidelbeer-Elfe Viviane "Vivi" Eckart, war es doch eine der letzten Amtshandlungen der kecken jungen "Heidelbeere".Von angekündigten 20 Grad noch entfernt, schielte derweil Dornröschen Kristina Schwarz in kurzärmliger Robe schon ein wenig neidvoll auf die warm bewamste Jägerin vom Reinhardswald (Andrea Robrecht) und Reinhardswaldkönigin Isabel Davin im Cape – auch wenn sie betonte: "Im Märchenland friert man nicht." Dass Grebensteins 1. Stadtrat Horst Wolff, ebenso wie Eckart und Trendelburgs Bürgermeister Kai Uwe Bachmann termingerecht in Radlerhosen, keine Gänsehaut hatte, war klar: "Ich bin bereits 40 Kilometer gefahren und 40 kommen jetzt noch dazu."      fau

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