Falsche Tierliebe: Entenbrot ist Ententod

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Tierschützer sind besorgt: Das Fütterungsverbot im Ahnepark wird häufig missachtet - mit schwerwiegenden Folgen für die Tiere.

Vellmar.  Stolz präsentiert die erste Graugansfamilie seit wenigen Tagen ihren Nachwuchs – sehr zur Freude der Besucher, die bei Sonnenschein durch den Ahnepark in Vellmar spazieren. „Die Brutzeit ist von Mitte März bis Ende April, so dass sich schon bald der Ahnepark zu einem großen Familienfest der Tiere verwandeln wird“, sagt Gerlinde Yakisikli vom Nabu Fuldatal.

Mit Brot oder Brötchen werden die Tiere immer wieder gefüttert, damit schadet man den Tieren aber mehr, als das man ihnen hilft.

Doch leider gibt es ein Problem: Aus falsch verstandener Tierliebe werden die Tiere immer wieder mit Brot oder Brötchen gefüttert – trotz erkennbarem Hinweisschild, das nicht ohne Grund im Ahnepark zu finden ist. „Da Brot nicht auf dem Speiseplan der Tiere steht, dieses oft verdorben und verschimmelt ist und im Magen der Tiere aufquillt, so dass diese keine weitere Nahrung aufnehmen können und es durch Überfütterung und Fehlernährung vorkommen kann, dass sie bei vollem Magen sterben, ist Vorsicht geboten“ erklärt Yakisikli.

Ein Schild im Ahnepark weist darauf hin, die Tiere nicht zu füttern.

Durch die Brotreste, die nicht von den Tieren gefressen werden, auf den Boden des Teichs sinken, zersetzt es sich. Brot und Kot reichern das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an und es entstehen vermehrt Algen. „Wenn dadurch der Sauerstoffgehalt stark sinkt, kann es zum Umkippen des Gewässers führen, man spricht dann von Eutrophierung (unerwünschte Zunahme von Nährstoffen in Gewässern), sodass Fische und andere Wassertiere durch den fehlenden Sauerstoff regelrecht ersticken“, so Gerlinde Yakisikli weiter.

Zudem werden die Brotreste am Uferrand von Ratten gefressen, die somit schnell zu einer echten Plage im schönen Park werden können. „Damit die Tiere länger leben können, sollten Besucher vernünftig handeln und den Tieren durch falsch verstandener Tierliebe keinen Schaden zufügen, also auch Hinweisschilder nicht ignorieren, sondern lesen“, so Gerline Yakisikli.

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