Fast 300 Einsätze wegen Sturm Eberhard in und um Kassel

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Umgestürzte Bäume, teilabgedeckte Dächer und mehr sind die Bilanz des Sturmtiefs "Eberhard" im Kassel Stadt und Land.

Kassel - Etwa 280 sturmbedingte Einsätze in Stadt und Landkreis Kassel zählte die Feuerwehr bislang. Dabei handelt es sich überwiegend um teilabgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste sowie vom Wind umgewehte Schilder und Werbetafeln. Im Landkreis Kassel sind derzeit29 Freiwillige Feuerwehren im Einsatz. In der Stadt Kassel unterstützen alle sieben Freiwillige Feuerwehren die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr. Zwei größere Einsatzstellen beschäftigten und beschäftigen die Feuerwehren: Auf der Kreisstraße 55 am Ortsausgang von Hofgeismar warenmehrere Autos von umgestürzten Bäumen blockiert. In der Stadt Kassel droht aktuell an der Friedrich-Ebert-Straße im Bereich der Querallee ein Baum in die Oberleitung der Straßenbahn zu stürzen. Der Tram-Verkehr wurde eingestellt, die Straße gesperrt.

Durch Sturm Eberhard hatten die Feuerwehreinsatzkräfte des Landkreises Waldeck Frankenberg am Sonntag alle Hände voll zu tun. Über 60 Einsätze mussten die Kameraden innerhalb von fünf Stunden abarbeiten. Von umgestürzten Bäumen, über beschädigte Dächer bis hin zur Befreiung zahlreicher Autofahrer, welche in den Wäldern rund um Frankenberg und Gemünden festsaßen - die Feuerwehren kamen nicht zur Ruhe. In Frankenberg drohte sich das Dach der Edertalschule zu lösen. Dabei war etwas die halbe Dachfläche betroffen. Schweißbahnen hingen vom Dach und Styropor flog durch die Luft. Auch ein Teil der Dachverkleidung löste sich von dem mehrstöckigen Gebäude und krachte auf den Schulhof. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehr Frankenberg konnten das Dach aus Gründen des Eigenschutzes nicht sichern und sperrten den Bereich weiträumig ab.

Auf der K117, zwischen der Burgwaldkaserne und Burgwald, brachten sich offenbar zwei PKW Fahrer in Sicherheit und ließen ihre Fahrzeuge kurzerhand vor einem umgestürzten Baum stehen. Auch auf der Landstraße zwischen Frankenberg und Rosenthal kamen die Kettensägen der Feuerwehr zum Einsatz. Mehrere Bäume stürzten über der Straße, so dass einige Verkehrsteilnehmer eingeschlossen wurden. Das gleiche Schicksal ereilte einer Familie aus Schwalmstadt zwischen Gemünden und Moischeid. Auf dem Rückweg aus dem Sauerland standen sie plötzlich vor einem umgestürzten Baum. Beim Versuch den Wald wieder Richtung Gemünden zu verlassen, standen sie plötzlich vor einem weiteren umgestürzten Baum. Umgehend verließ die dreiköpfige Familie das Fahrzeug, suchte sich eine große Lichtung und brachte sich so in Sicherheit. Die herbeigerufene Feuerwehr aus Gemünden konnte hier trotz Dauereinsatz schnell Abhilfe schaffen.

In Bergfreiheit löste sich ein Unterstand für Brennholz und krachte auf eine angrenzende Garage. Die Feuerwehr kam auch hier zur Hilfe und sicherte das Dach sowie eine Blechhütte. In Adorf drohte ein Baum auf ein Haus zu stürzten. In Arolsen und Sachsenberg flogen Dachziegeln von Gebäuden und in Grüsen drohte ein Kamin einzustürzen. Durch umgefallene Bäume kam es im gesamten Landkreis Waldeck Frankenberg zu erheblichen Behinderungen. Viele Straßen blieben am Sonntagabend wegen umgestürzter Bäume gesperrt.

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