Final-Four der Deutschen Schach-Pokal-Meisterschaft in Wolfhagen

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 „Emswölfe“ -  Spitzenspieler  Alexander Riazantsev, im Hauptberuf Trainer der russischen Nationalmannschaft (r.)

Mit dem Serienmeister OSG Baden Baden –dem „FC Bayern des Schachs“ - und den Schachfreunden Bad Emstal/ Wolfhagen.

Bad Emstal/Wolfhagen. 2018 erzielten die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen einen großen Erfolg, als sie erst im Viertelfinale des Mannschaftspokals gegen den späteren Pokalgewinner, die OSG Baden-Baden, ausschieden. LAND & LEUTE berichtete damals ausführlich über das großartige schachsportliche Event. In diesem Jahr konnten die „Emswölfe“ einen draufsetzen und qualifizierten sich gegen Bundesliga-Aufsteiger SV Lingen und Oberligist SV Post/Süd Regensburg für das Halbfinale. Der Deutsche Schachbund beauftragte die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen sodann mit der Ausrichtung des Finalturniers des Deutschen Mannschaftspokals, welches am kommenden Wochenende, 18 und 19. Mai, in Wolfhagen ausgetragen wird.

„Der Pokal funktioniert ähnlich wie beim Fußball. Beim Schach spielen Vierermannschaften im K.O.-System zunächst auf Bezirksebene den Pokalsieger aus. Die Bezirkssieger dürfen dann auf Landesebene den Pokalsieger ausspielen und können sich damit für die Teilnahme auf Bundesebene qualifizieren. Auch beim Schach ist der große Reiz, gegen höherklassige Teams spielen zu dürfen“, erläutert Jörg Wiegel von den Schachfreunden Bad Emstal/ Wolfhagen. Auf Bundesebene spielen 32 Mannschaften in acht regionalen Gruppen die Vorrunde aus. Immer vier5 Mannschaften treffen sich an einem Samstag, wobei die Paarungen vor Ort frei ausgelost werden. Die K.O.-Sieger spielen sonntags in einem weiteren K.O.-Duell die 8 Vorrundensieger aus, die sich für die Zwischenrunde qualifizieren.

In der Zwischenrunde kommen die 8 Viertelfinalisten des Vorjahres hinzu, so dass wieder 16 Mannschaften an den Start gehen. Diese spielen wieder in 4 Zwischenrundengruppen an einem Wochenende die Halbfinalisten aus. Halbfinale und Finale werden immer im Mai an einem zentralen Ort ausgetragen. In der Regel soll der klassentiefste Verein die Ausrichtung übernehmen. Jörg Diegel: „Für Wolfhagen sprach aber auch die Lage mitten in Deutschland, die für alle Teilnehmer eine bequeme Anreise bietet!.

Los geht es am Samstag, 18. Mai, um 14 Uhr mit zwei hoffentlich spannenden Begegnungen, die Sieger spielen am Sonntag (19. Mai) ab 10 Uhr den Pokalsieger aus. Die Verlierer vom Samstag spielen um Platz 3. Gespielt wird im Gemeinderaum der Kirche St. Maria, in der Wolfhager Friedenstr. 13.

Die Final-Teilnehmer im Überblick

Der Greifswalder SV aus der Universitäts- und Hansestadt Greifswald ist in der Oberliga Nord-Ost beheimatet und hat die Saison 2018/2019 als Tabellensiebter abgeschlossen. Die Norddeutschen qualifizierten sich sensationell für das Finalturnier, sie schlugen im Viertelfinale den aufstrebenden SK Kirchweyhe. Gegen „ungefähr die halbe kroatische Nationalmannschaft“ (Zitat von der Greifswalder Homepage) hielten sie ein 2:2 und gewannen auf Grund eines Sieges am 1. Brett die sog. „Berliner Wertung“ mit 6:4.

Der Zweitbundesligist SK Zehlendorf ist am Saisonende ebenfalls Siebter geworden. Im Pokal konnten sich die Hauptstädter in einer „machbaren Gruppe“ gegen Bebenhausen und Lieme durchsetzen. Sich selbst bezeichnen die Berliner „neben Greifswald als Underdog“ und hoffen auf ein wenig Losglück, das sie vielleicht ins Finale bringt.

Rekordmeister und Lokalmatador

Was soll man über den OSG Baden Baden – Serienmeister und -Pokalsieger noch sagen? Der 13. Meistertitel in der Bundesliga wurde vor wenigen Wochen eingefahren, seitdem darf sich die OSG „Deutscher Rekordmeister“ nennen. Gefühlt die halbe Weltspitze spielt beim „FC Bayern des Schachs“, Spitzenspieler ist kein Geringerer als Weltmeister Magnus Carlsen. Den wird man in Wolfhagen allerdings nicht am Brett erleben, dafür wahrscheinlich vier Super-Großmeister mit einer ELO über 2700 Punkte.

Vierter im Bunde sind die Schachfreunde Bad Emstal/ Wolfhagen. Sie haben 2019 den Aufstieg in die Oberliga und dsmit den fünften Durchmarsch nacheinander geschafft. Ziel 2020 ist die 2. Bundesliga. Jörg Diegel: „Über unsere Kooperation mit einer ukrainischen Schachschule werden wir eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen, die sich auch im Finalturnier eine Chance ausrechnet. Unser Spitzenspieler ist Wladimir Kramnik, Weltmeister von 2000-2007.“

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