Förderpreis der nordhessischen Bauwirtschaft an zwei Studierende verliehen

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 Ask-Geschäftsführer Andreas Lieberknecht; Dr. Andreas Geyer, Leiter der Hauptabteilung Wirtschaft beim Zentralverband des Deutschen Baugewerbes Berlin; Thilko Gerke, Vorstand AsK; die Förderpreisträger Lena Reinhardt und Florian Ebert; Prof. Dr. Volkhard Frank, Dekan Fachbereich Bauingenieurwesen; und Burkhard Siebert, Vorstand Ask (v. li.) 

Florian Ebert und Lena Reinhardt untersuchten Methoden zur Optimierung von Baustoffen.

Kassel. Der diesjährige Förderpreis der nordhessischen Bauwirtschaft wird an zwei Kasseler Studierende des Bauingenieurwesens verliehen: Lena Reinhardt (24) betrachtet in ihrer Bachelorarbeit gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe in ultrahochfestem Beton und deren Austausch durch mögliche Ersatzstoffe. Florian Ebert (26) befasst sich in seiner Masterarbeit mit dem Recycling von Beide erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.500 Euro. Der Preis wird gestiftet von der Arbeitsgemeinschaft Stufenausbildung (Bau) Kassel – ASK; die Verleihung fand jetzt im Gießhaus der Universität Kassel statt.

Die Moderation des Abends übernahm Prof. Volkhard Franz als Dekan des Fachbereichs Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen. Er unterstrich den engen Bezug zwischen der universitären Forschung und der nordhessischen Bauwirtschaft. „Seit 30 Jahren verleihen wir diesen Preis, damit ist er die älteste Auszeichung für studentische Arbeiten, die an der Universität Kassel verliehen wird“, so Andreas Lieberknecht, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Stufenausbildung Bau Kassel (ASK). Den Festvortrag hielt Dr. Andreas Geyer, Leiter der Hauptabteilung Wirtschaft im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Berlin, zum Thema „30 Jahre Förderpreis, 30 Jahre Bauwirtschaft – Rückblick, Gegenwart, Ausblick“. Die Verleihung des Förderpreises wurde vorgenommen von den beiden Vorständen der ASK Dr. Burkhard Siebert und Thilko Gerke.

Gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe reduzieren

Lena Reinhardt befasst sich in ihrer Bachelorarbeit mit den Zusatzstoffen von ultrahochfestem Beton, kurz UHPC. Hierbei untersucht sie, ob das gesundheitsschädliche Quarzmehl (Silikosegefahr) durch alternative Zusatzstoffe ersetzt werden kann, ohne dadurch die Leistungseigenschaften des UHPC zu mindern. Lena Reinhardt kommt in ihrer Arbeit zu dem Ergebnis, dass ein Austausch des Quarzmehls durch die alternativen Stoffe Kalksteinmehl und Basaltmehl sehr gut möglich ist. Die Bachelorarbeit von Lena Reinhardt wurde betreut von Dr. Alexander Wetzel und Prof. Bernhard Middendorf (beide Fachgebiet Werkstoffe des Bauwesens und Bauchemie). Die Studentin absolviert nach ihrem Bachelorabschluss zurzeit auch ihr Masterstudium des Bauingenieurwesens in Kassel.

Recycling von Asphalt im Straßenbau

Florian Ebert befasst sich in seiner Masterarbeit mit dem Recycling von Asphalt im Straßenbau. Bei der baulichen Erhaltung bzw. beim Rückbau von Straßen fallen in Deutschland jährlich ca. 14 Millionen Tonnen Ausbauasphalt an. Diese fallen unter den Geltungsbereich des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, wonach das Recycling Vorrang vor der Abfallbeseitigung (Deponierung) hat. Die Ergebnisse seiner Arbeit zeigen, dass durch Aufbereitung des Asphaltgranulats und selektive Zugabe von Granulat-Anteilen sowie durch den Einsatz von verjüngenden Zusätzen eine deutliche Steigerung der Recyclingquote bei der Asphaltherstellung erreicht werden kann. Die Masterarbeit von Florian Ebert wurde betreut von Dr. Konrad Mollenhauer (Sachgebiet Bau-und Erhaltung von Verkehrswegen) sowie Prof. Arnd Urban (Fachgebiet Abfalltechnik). Nach seinem Masterabschluss ist Florin Ebert derzeit in der Bauwirtschaft tätig.

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