Freiwilligendienst eröffnet neue Perspektiven

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Sie engagieren sich im Freiwilligendienst: (v. li.) Tarik Niemeyer, Steffi Sander, Sven Svetlov, Michael Hüther, Josua Anders, Marie-Luise Köster, Lea-Nadine Lorenz. Foto: C. Lieberknecht, bdks

Berichte von jungen Leuten aus den unterschiedlichen Einsatzfeldern der Baunataler Diakonie Kassel e.V.

Hofgeismar. „Was mache ich nach der Schule?“, diese Frage haben sich wie viele junge Leute auch Sven Svetlov und Tarik Niemeyer gestellt. Von der Möglichkeit eines Freiwilligendienstes haben die beiden 18- und 20-Jährigen von Freunden gehört. Bis dahin war die Arbeit im sozialen Bereich eigentlich kein Thema für sie. Sven informierte sich im vergangenen Jahr über mögliche Einsatzfelder bei der Baunataler Diakonie Kassel e.V. (bdks). Wie Tarik entschied er sich für den Bereich der Handmontage in den Werkstätten der bdks.

Für die 18-jährige Lea-Nadine Lorenz war von Anfang an klar, dass ihr beruflicher Weg sie in die Arbeit mit Menschen führt. Der Einstieg mit einem FSJ lag daher nahe. Sie begann das Jahr in der Altenhilfe, wo sie an Demenz Erkrankte betreute. Allerdings stellte sie schnell fest, dass ihr dieser Bereich nicht zusagte. Nach einem Wechsel zum Werkhof in Hofgeismar hat sie nun ihren Platz gefunden: „Der Wechsel hat sich auf jeden Fall gelohnt! Hier kann ich direkter mit den Menschen arbeiten, mit ihnen reden und ihnen Hilfestellung geben.“ Klarheit hatte hingegen Marie-Luise Köster (19) über ihr Berufsziel, allerdings zieht sie es in die Landwirtschaft.

Hofgut und Gärtnerei

Ein FÖJ auf dem Hofgut der bdks in Hofgeismar hat sie darin bestärkt im Anschluss ein duales Studium der Landwirtschaft aufzunehmen. Ihre Aufgabe, Menschen mit Handikap bei der Versorgung der Tiere zu unterstützen und anzuleiten, ist ihrer Meinung nach der besondere Reiz in ihrer Arbeit. Stolz ist sie darauf, dass ihr etwas zugetraut wird und sie Verantwortung übernehmen darf. Als vielfältig erlebt Josua Anders (19) seinen ökologischen Freiwilligendienst in der Gärtnerei des Hofguts. In seiner Freizeit spielt er gerne Theater, sein Team griff dies auf: Er konnte mit den Betreuten ein Theaterstück einstudieren. Sein Fazit: „Diese Erfahrung, gemeinsam Theater zu spielen, hat mich sehr geprägt. Der Austausch mit den Mitarbeitenden mit Handikap war sehr faszinierend.“

Einen Tipp hat Michael Hüther – ebenfalls Gärtnerei des Hofguts – für alle, die über einen Freiwilligendienst nachdenken: „Egal ob sozialer oder ökologischer Bereich, Hauptsache die Einsatzstelle passt zu mir.“ Dann läuft es im Freiwilligendienst auch gut. Dass dies gelingen kann, dafür sorgen die erfahrenen Kollegen.

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