Gastronom Stefan Frankfurth will Bürgermeister von Bad Emstal werden

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Setzt auf Digitalisierung und Elektromobilität: Stefan Frankfurth.

Bad Emstal - als Hotelier hat er mit seinem „Parkhotel Emstaler Höhe“ einen Ruf weit über die Grenzen Bad Emstals hinaus. Doch jetzt will sich Stefan Fanktfurth verändern. „Ja, ich habe mich entschlossen, bei der Bürgermeisterwahl in meiner Heimatstadt Bad Emstal zu kandidieren“, bestätigte er im EXTRA TIP-Gespräch Gerüchte, die schon seit Wochen umgehen.

ET: Von Hotelier zum Bürgermeister – wie kam es zu dieser Entscheidung?

Frankfurth: Ich bin seit den 90er Jahren in der Kommunalpolitik in Bad Emstal aktiv. Schon mit 18 Jahren habe ich den Vorsitz vom Verkehrsverein übernommen, ihn anschließend in den Kur- und Gewerbeverein umgewandelt und diesen Verein zwanzig Jahre als Vorsitzender geführt. Zur Zeit bin ich Erster Beigeordneter. Dadurch kenne ich natürlich alle Chancen und Probleme unserer Kommune aus erster Hand.

ET: Sie treten für die SPD an?

Frankfurth:  Nein, ich trete als unabhängiger Kandidat an, weil ich für alle Bürger der Gemeinde Bürgermeister werden möchte. Die Ortsvereine der SPD in Balhorn und Bad Emstal werden mich dabei unterstützen. Mit den anderen Parteien bin ich in guten Gesprächen. Denn das, was vor uns liegt, können wir nur gemeinsam lösen – mit einer breiten Mehrheit.

ET: Was kommt denn auf Bad Emstal zu?

Frankfurth:  Das größte Problem ist natürlich das Thermalbad. Wir haben noch Zeit bis 2023, um hier eine Lösung zu finden. Gelingt das nicht, verlieren wir unseren Heilbadtitel. Allein können wir das nicht lösen, denn die finanzielle Lage der Stadt ist nicht rosig. Hier müssen wir vorrangig Lösungen finden.

ET: Was würden Sie als erstes anfassen?

Frankfurth:  Ich habe gerade mit meinem Unternehmen einen Preis für die digitale Entwicklung bekommen. Wir sind Bundessieger geworden. In diesem Bereich will ich auch Bad Emstal voran bringen.

ET: Und nebenbei wird das Hotel geführt – wenn es mit der Wahl klappt?

Frankfurth:  Nein, so etwas geht nicht. Ich habe Glück. Mein Sohn will die Nachfolge antreten. Dafür bin ich dankbar. Er wird das Hotel dann gemeinsam mit meiner Frau führen, die heute schon in der Betriebsleitung ist.

ET: Wie viel Kandidaten treten denn am 18. März zur Wahl an?

Frankfurth:  Mir ist bisher eine andere Kandidatur nicht bekannt. Unser aktueller Bürgermeister wird bekanntlich aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder antreten. Ich wünsche ihm von dieser Stelle eine schnelle Genesung.

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