Glasmuseum Immenhausen - Neue Kunst unter neuem Dach

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„Armadillo“ von der Kasseler Künstlerin Irene Rezzonico.

Nach einer umfangreichen Dachsanierung öffnet das Glasmuseum in Immenhausen wieder seine Türen und zeigt neuerworbene Kunstwerke.

Immenhausen. Unter neuem Dach zeigt das Glasmuseum Immenhausen in der aktuellen Ausstellung seine neue Kunst. Nachdem das Museum mehr als fünf Monate wegen der Dach- und Deckensanierung geschlossen war, ist der Besuch jetzt wieder möglich.

In der Ausstellung im Erdgeschoss ist einiges von dem zu sehen, was in den vergangenen Jahren angekauft wurde oder als Geschenk hinzugekommen ist. So konnte Glas aus dem Nachlass einer Sammlerin erworben werden, die lange Jahre Mitglied im Museumsverein gewesen ist. Es handelt sich teilweise um Glasobjekte, die in den 1970er Jahren entstanden sind, als es das Glasmuseum noch nicht gab. Diese Stücke ergänzen die bestehende Sammlung des Museums sehr gut und vermitteln einen Eindruck von den Anfängen der Studioglaskunst, als Künstler zunächst mit dem Material experimentierten und sich an die freie Gestaltung des Materials wagten. Arbeiten der 1995 verstorbenen Norwegerin Benny Motzfeld zählen ebenso dazu wie Objekte von Ann Wolff, die durch ihre Tätigkeit bei der schwedischen Glashütte Kosta Boda bekannt geworden ist.

Aus einer Galerieauflösung konnte der Museumsverein ebenfalls eine nicht unbedeutende Anzahl an Glasobjekten erwerben. „Es befindet sich darunter auch ein Stück einer Künstlerin aus Kassel“, freut sich Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen und zeigt dabei auf ein Glastier, das aussieht wie ein Ameisenbär. Es ist ein in Murano gefertigtes Objekt aus der Reihe „Armadillo“ von Irene Rezzonico, die in Kassel ein Atelier besitzt.

Doch nicht nur im Erdgeschoss gibt es Neues zu sehen. Auch im Obergeschoss zeigen sich Veränderungen nach der Deckensanierung. Die Abteilung „Gebrauchsglas-Design“ ist neu geordnet und mit anderen Schwerpunkten versehen. So gibt es jetzt in einer großen Vitrine Entwürfe des bekannten Designers Wilhelm Wagenfeld zu sehen, außerdem widmet sich ein Bereich dem skandinavischen Glas. Anhand der ausgestellten Gläser lässt sich ein „Schnellgang“ durch die Design-Geschichte absolvieren. Angefangen vom Jugendstil über die 1920er und 1950er Jahre bis heute sind Design-Klassiker von unterschiedlichen Entwerfern und verschiedenen Glashütten, nicht nur aus Deutschland, zu sehen.

Das Museum ist jetzt wieder geöffnet: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 – 17 Uhr und Freitag, Samstag und Sonntag von 13 – 17 Uhr.

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