Grebensteiner Allgemeinmediziner fand Nachfolgerin für seine Praxis

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Dr. medic Lavinia Loredana Badila hat schon mal im „Chef-Sessel“ von Karl-Heinz Kampf Platz genommen

Das drohende Aus einer weiteren Praxis auf dem Land ist abgewendet.

Grebenstein. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.“ Karl-Heinz Kampf steht die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Beileibe nicht nur ihm! Auch die Patienten des Grebensteiner Allgemeinmediziners atmen auf, denn die Nachfolge des 70jährigen Arztes, die lange auf der Kippe stand, ist endlich gesichert. Dabei war es der berühmte Zufall, der nach langer, wie Kampf formuliert „in den letzten Jahren geradezu verzweifelter Suche“ die Wende brachte. Dr. medic Lavinia Loredana Badila (32) hatte einen Zahnarzt-Termin. Im Gespräch mit ihrer Dentistin erwähnte die Ärztin, dass sie sich eigentlich einen familien- freundlichen Arbeitsplatz wünsche, insbesondere auch, um mehr Zeit für ihren drei- jährigen Sohn zu haben. Ulrike Vieler-Kampf, die seit Sommer 2016 gemeinsam mit Kampfs Sohn Alexander eine eigene Zahnarzt-Praxis in Grebenstein führt, fielen postwendend die Sorgen ihres Schwiegervaters ein. Sie erzählte der jungen Medizinerin von dessen Nachfolger-Problem und traf direkt ins Schwarze! „Ich habe schon lange überlegt, ob ich nicht einen solchen Weg einschlagen soll, denn gerade die Nähe zum Patienten ist mir sehr wichtig und auch da ist ambulante Arbeit in einer solchen Praxis ideal“, so die gebürtige Rumänin, die seit 2013 in Deutschland lebt und seit vergangenem Jahr auch die Deutsche Staatsbürgerschaft hat. Dass sie 2017 mit ihrer kleinen Familie in der Ackerbürgerstadt ein neues Zuhause fand, war ebenfalls Zufall. „Wir suchten ein Haus in einer Stadt, nicht zu klein und nicht zu groß, die über Kindergarten und Schule verfügt und fanden das in Grebenstein“, erinnert sich Dr. Badila, deren Mann ebenfalls Mediziner ist und sie darin bestärkte, die Praxis zu über- nehmen. Leichten Herzens bis zur endgültigen Übergabe Sehr zur Freude Kampfs: „Es passt wirklich alles“, begeistert der sich mit Fingerzeig auf eine zahlreicher Parallelen: „Ich war so wie sie ebenfalls 32 Jahre alt, als ich die Praxis von Dr. Bohne übernahm.“ Da die Ärztin momentan noch bei Prof. Dr. Gradaus am Klinikum Kassel eine Weiterbildung zur Internistin macht, fungiert Kampf, wie er schmunzelnd formuliert, „leichten Herzens bis zur endgültigen Übernahme am 1. Januar 2022 als Platzhalter“. Und selbstverständlich auch als Ratgeber, der sich samt Nachfolgerin über weitere Verstärkung im Grebensteiner Praxis-Team freuen würde. fau

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