Grebensteiner Heinrich-Gruppe-Schule wieder geöffnet

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In den Klassen hat Jeder einen festen Platz, die Sitzordnung darf dabei nicht verändert werden.

Für Schulabgänger. Letzte Vorbereitungen auf die Prüfungen Ende Mai.

Grebenstein. Endlich wieder Schule. Hätte man die Schüler der Klasse R10b der Grebensteiner Heinrich-Grupe-Schule vor einem Jahr mit solch einer Aussage konfrontiert, sie hätten vermutlich ungläubig bis empört reagiert. Nun, nach mehreren Wochen unfreiwilliger Pause, freute sich nahezu jeder der 21 Realschüler, nicht nur seine Klassenkameraden wiederzusehen, sondern auch Wissen in der Schule zu erwerben. In den Wochen zuvor hatten sie Aufgaben ihrer Lehrer erhalten und mehr oder weniger intensiv bearbeitet. Teilweise standen technische Schwierigkeiten im Raum oder gab es Probleme, die gestellten Aufgaben zu verstehen. Die bevorstehenden Prüfungen bereiteten den Jugendlichen zudem Bauchschmerzen und die Entscheidung, ab Ende April wieder zur Schule gehen zu können, nahmen sie mit Erleichterung auf.

Kopfzerbrechen bereitete die bevorstehende Schulöffnung dagegen Stefanie Kurzenknabe, der stellvertretenden Schulleiterin der Gesamtschule. In Abstimmung mit ihren Schulleitungskollegen oblag es ihr, die Vorgaben des Kultusministeriums umzusetzen. Auch wenn „nur“ drei Abgangsklassen zu beschulen waren, so galt es, Hygienebestimmungen, Abstandsregelungen und Klassengrößen in Einklang zu bringen. Jede der drei Klassen wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, die in verschiedenen Räumen zu verschiedenen Zeiten nach einem abgespeckten Stundenplan unterrichtet werden. Am ersten Schultag erhielt jeder der Schüler eine Stoffmaske, gespendet vom Landkreis Kassel. Für die Lehrkräfte wurden Masken vom Hessischen Kultusministerium zur Verfügung gestellt. Da auf den Fluren der Mindestabstand nur schwer eingehalten werden kann, ist das Tragen der Masken hier Pflicht, in den Klassenräumen dagegen nicht. Dort hat jeder der Schüler einen festen Platz, die Sitzordnung darf dabei nicht verändert werden. Händewaschen, Desinfizieren, Abstand halten auf dem Pausenhof, sich über räumliche Distanz unterhalten – ungewohnte Vorgaben, die die Schüler jedoch reibungslos umsetzen. Ihnen ist bewusst, dass die Zeit in der Schule kostbar ist, gilt es doch, sich möglichst gut auf die bevorstehenden schriftlichen Prüfungen Ende Mai vorzubereiten. Danach allerdings ist Schluss. Keine Schule mehr. Vor einem Jahr wäre der eine oder andere bei solch einer Perspektive in Jubel ausgebrochen. Im Frühling 2020 erzeugt sie Betroffenheit. In den Wochen bis zu den Sommerferien sollen auch die anderen Jahrgänge beschult werden. Mit dem Auftakt Ende April ist Stefanie Kurzenknabe zufrieden: „Es hat gut geklappt.“ Immerhin gebe es in den verschiedenen Gebäuden gute Ausweichmöglichkeiten. Einen weiteren Jahrgang könne man auf diese Weise gut unterbringen. Wie es dann weitergehen soll, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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