Grebensteiner verwöhnten Gäste aus den Partnerstädten

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Für die Gäste aus den Partnerstädten Lezoux (Frankreich), Lopik (Niederlande) und Sarsina (Italien) gabs in Grebenstein Grüne Soße.

Grebenstein. Sauna ist gar nichts gegen das Klima in der Küche der Zehntscheune: Schweißtreibende Temperaturen, feine Nebelschwaden lassen die Fensterscheiben beschlagen. In vier riesigen Töpfen brodelt Wasser. Bei Gisela Hübel, Monica Kampf, Edith Kutzner und Gitta Wepler geht‘s Hand in Hand. 210 Eier und 40 Kilo Kartoffeln wollen als Grundstock für einen regionalen Gaumenschmaus gekocht werden, der 64 Niederländer, Italiener und Franzosen kulinarisch überzeugen soll. So geschehen in der vergangenen Woche im Vorfeld der "Jumelage", dem Partnerschaftstreffen der Städte Lezoux (Frankreich), Lopik (Niederlande), Sarsina (Italien) und Grebenstein.

Rathauschef alsSchnippelhilfe

Palettenweise Schmand, saure Sahne und Joghurt stehen griffbereit. Nicht zu vergessen Unmengen der obligatorischen sieben Kräuter, die die Kasseler Spezialität erst perfekt machen und für die sich eine prominente, äußerst motivierte Schnippelhilfe ins Zeug legt: Grebensteins Rathaus-Chef Danny Sutor, der die Frauen vom Grebensteiner Partnerschaftsverein tatkräftig unterstützt. Was sein professionelles Outfit und Equipment versprechen, bestätigt Partnerin Anja Henn gerne: "Er kann das!" Kann er tatsächlich. Die blau-gestreifte Küchenschürze, die sich das Stadtoberhaupt umbindet, ist nicht nur schmückendes Utensil und die Kräuterschere liegt bestens in Bürgermeisters Hand. "Die hat mir Bärbel Opfermann vom Birkenhof, der die Zutaten spendete, extra mitgegeben", verrät Sutor.Das Sagen hat allerdings Gisela Hübel. Sie ist, wie GittaWepler lachend anmerkt, "die Chefin der grünen Soße" und bestens vorbereitet. Dazu gehört allem voran natürlich das Rezept, das, so Monica Kampf, "auch auf Holländisch vorliegt, damit unsere Freunde aus Lopik sich gleich einlesen können." Wie alle, steht die Ehefrau des Vorsitzenden des Grebensteiner Partnerschaftsvereins, Karl-Heinz Kampf, hinter Gisela Hübels Vorschlag, die internationalen Besucher während ihres Jumelage-Aufenthalts auch mit typisch nordhessischen Genüssen vertraut zu machen. "Bei diesem Rezept lernen sie gleichzeitig auch die Kräuter der Region kennen", ergänzt Gisela Hübel, die den Geistesblitz während des Hessentages hatte, bei dem die Landfrauen unter anderem ein Wagenrad mit Kräutern präsentierten.

Ariana Rigoni läuft postwendend das Wasser im Mund zusammen. Die 33-jährige Italienerin hat bereits auf der Zunge, was da gleich im Saal der Zehntscheune aufgetragen wird. "Grüne Soße ist total lecker", bekennt die sympathische Blondine in akzentfreiem Deutsch. Kein Wunder, sie lebte ein halbes Jahr in Grebenstein, kennt folglich hiesige Schmeckewöhlerchen – appetitliches Trostpflaster für die Tortur der stundenlangen Anfahrt bei brütender Hitze im Kleinbus ohne Klimaanlage.

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