Handwerk protestiert

Landkreis. Die Mitgliedsbetriebe, die in den 31 Handwerks-Innungen der Kreishandwerkerschaft Kassel Stadt und Land organisiert sind, erhal

Landkreis. Die Mitgliedsbetriebe, die in den 31 Handwerks-Innungen der Kreishandwerkerschaft Kassel Stadt und Land organisiert sind, erhalten dieser Tage Post, mit der Aufforderung gegen die Reform der Rundfunkgebhren zu protestieren. Die Handwerks-Innungen und die Kreishandwerkschaft wenden sich gegen die vorliegende Reform der Rundfunkgebhren. Aus Sicht des Handwerks sind die Mehrbelastungen fr die Handwerksbetriebe eklatant und ungerecht.

In dem neuen Berechnungsmodell werden die Gebhren nicht wie bisher gertebezogen berechnet, sondern in die Berechnung werden auch die Beschftigten, die Filialen und die Firmenfahrzeuge einbezogen. Sogar Firmenfahrzeuge ohne Radio werden dabei mitgezhlt. Da kommt einiges zusammen und summiert sich zu einer Gebhrenkeule fr kleine und mittelstndische Unternehmen, sagte Erich Horbrgger, Geschftsfhrer der Kreishandwerkerschaft Kassel Stadt und Land. Fr einen Bckereibetrieb mit 20 Beschftigten, vier Filialen und vier Fahrzeugen steigen die Rundfunkgebhren von heute 276,48 Euro auf dann 647,16 Euro, rechnete Altenhof beispielhaft vor. Dies entspricht einer Steigerung von sage und schreibe 134 Prozent.

Aus Sicht der Handwerker ist die vorliegende Gebhrenordnung mittelstandsfeindlich und belaste besonders kleinere und mittlere Handwerksbetriebe. Nach Berechnungen des Handwerks mssen sich die Betriebe auf eine Erhhung von durchschnittlich 30 Prozent einstellen. In manchen Branchen, wie im Bcker- und im Fleischerhandwerk, werden Extremflle erwartet, wenn dieses Gesetz verabschiedet wird. Die Reform muss auf den Prfstand fordert auch Kreishandwerksmeister Bernd P. Doose aus Kassel. Aus seiner Sicht werden schon nach dem alten Modell klein- und mittelstndische Unternehmen berproportional belastet.

Die Kreishandwerkerschaft fordert nun die Handwerksbetriebe auf, aktiv bei den Landtagsabgeordneten gegen dieses Gesetz Protest einzulegen. Ziel ist es, eine gerechte und nachvollziehbare Lsung herbeizufhren und nicht die gesamte Reform zu kippen, sagte Erich Horbrgger.

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