Haussperling ist der häufigste Wintervogel

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Zählung "Stunde der Wintervögel" bestätigt den Spitzenplatz in hessischen Gärten.

Landkreis. Der Haussperling ist der häufigste Wintervogel in Hessen. Das ist das Ergebnis der mehr als zwei Millionen Vogelzählungen bei der "Stunde der Wintervögel", die vom 9. bis 11. Januar deutschlandweit stattgefunden hat. Naturfreunde waren aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt stehen dabei jene Vogelarten, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren oder Deutschland als Wintergäste aus dem Norden besuchenWie in den Vorjahren konnte sich der Haussperling damit den Spitzenplatz in den hessischen Gärten sichern. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen Kohlmeise, Blaumeise, Amsel und Feldsperling. Der Spitzenplatz für den Haussperling kommt dabei nicht unerwartet. "Sperlinge halten sich vorwiegend stationär in Gärten auf, während Kohl- und Blaumeise sehr mobil sind. Meisen finden zudem auch außerhalb der Gärten noch ausreichend Nahrung", erklärt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen.

Gut erholt zeigen sich die Bestände der Amsel, die in den letzten Jahren mit dem Usutu-Virus zu kämpfen hatte. "In diesem Winter wurden 15 Prozent mehr Amseln gezählt als im letzten Jahr", so Gerhard Eppler. Bemerkenswert sei vor allem, dass der Weichfutterfresser in 90 Prozent aller hessischen Gärten beobachtet wurde. Der Spitzenreiter Haussperling war demgegenüber nur in 60 Prozent der hessischen Gärten zu sehen. "Das zeigt, dass die Amsel in Hessen wieder überall Fuß gefasst hat", freut sich auch Christiane Sasse, 2. Vorsitzende des NABU Altkreis Hofgeismar e.V..Auch die Stare gehören zu den eindeutigen Gewinnern der Aktion. "Von wegen ‚Ich bin ein Star, holt mich hier raus!‘ Die echten Stare wollen gar nicht weg, in diesem milden Winter bleiben sie gerne hier. Hessenweit sind es etwa ein Viertel mehr Stare als im vergangenen Winter", so Sasse. Zu den hessischen Verlierern zählt demgegenüber der Grünfink. Bei der diesjährigen Wintervogelzählung seien zwanzig Prozent weniger Meldungen zu verzeichnen. NABU-Vogelkundler vermuten, dass die Bestände des Körnerfressers im letzten Jahr durch Trichomonaden-Infektionen dezimiert worden sind. "Der Grünfink gibt Anlass zur Sorge. Im Herbst wurden uns kranke und tote Tiere an hessischen Futterstellen gemeldet", so der Biologe Eppler. Deshalb sei es wichtig, Vogelfutterstellen  sauber zu halten und beim Auftreten kranker oder toter Vögel vorsorglich zu schließen.

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