Herztag in der Kreisklinik Hofgeismar

Fachärzte informieren rund um den plötzlichen Herztod.

Hofgeismar. 60.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr am plötzlichen Herztod. Dreiviertel von ihnen hatten seit Jahren eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, auch Koronare Herzkrankheit (KHK) genannt. „Viele dieser Patienten wussten nichts von ihrer Erkrankung und oft auch nicht von weiteren Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhtes Cholesterin“, sagt Stefan Horn, Leitender Arzt der Kardiologie an der Kreisklinik Hofgeismar. Daher nimmt seine Abteilung den Herztag zum Anlass, um über Ursachen des plötzlichen Herztods zu informieren. „Früh erkannt und richtig behandelt, kann man der Gefahr eines plötzlichen Herztods vorbeugen“, sagt der Facharzt.

Der diesjährige Herztag in Hofgeismar findet am Mittwoch, 20. November, von 18 bis 20 Uhr im Speisesaal der Kreisklinik Hofgeismar, im 4. Obergeschoss statt. Referenten sind Stefan Horn und Prof. Dr. Rainer Gradaus, Direktor der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen und internistische Intensivmedizin am Klinikum Kassel.

Das Ärzteteam wird die Ursachen des plötzlichen Herztods und die Behandlung der KHK erläutern. Darüber hinaus werden sie thematisieren, wie man sich als Laienhelfer bei medizinischen Notfällen verhalten kann. Der Eintritt zum Herztag ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Deutsche Herzstiftung 

Mit ihrem Info-Abend unterstützt die Kreisklinik die bundesweiten Herzwochen der Deutschen Herzstiftung die vom 1. bis zum 30. November 2019 mit über 1.000 Veranstaltungen stattfinden.

Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod vor allem durch das plötzliche Auftreten der bösartigsten Herzrhythmusstörung, dem Kammerflimmern. Diese führt innerhalb weniger Sekunden zum Kreislaufkollaps: Das Herz hört auf zu schlagen, der Blutdruck sinkt auf „Null“. Der Patient verspürt nach vier Sekunden eine „Leere“ im Kopf. Nach acht Sekunden bricht er bewusstlos zusammen. Nach zwei bis drei Minuten hört er auf zu atmen. Nach ca. zehn Minuten tritt der Tod ein. „Was können wir tun? Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um die Patienten vor einem solchen Schicksal zu bewahren“ so die Deutsche Herzstiftung. Die beste Strategie gegen den plötzlichen Herztod lautet: Herzerkrankungen – allen voran die KHK und ihre Risikofaktoren – frühzeitig erkennen und behandeln.

Rubriklistenbild: © GNH

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