Hessische Umweltministerin ruft Jäger zum Wildschwein-Abschuss auf

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Die Schonzeit für Wildschweine – eigentlich vom 1. Februar bis 15. Juni – ist aufgehoben. Muttertiere mit Frischlingen sind weiterhin geschützt.

Im Rahmen des Maßnahmenpakets zur Verhinderung des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest.

Hofgeismar. Im Rahmen des Maßnahmenpakets zur Verhinderung des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Hessen ist eine deutliche Reduktion der Wildschweinpopulation notwendig. Deshalb hebt das Umweltministerium die Schonzeit für Keiler und Bachen für 2018 ganzjährig auf. „Je mehr Wildschweine in Hessen leben, desto schneller kann sich das Virus bei einer Einschleppung ausbreiten. Daher rufe ich die hessischen Jägerinnen und Jäger auf, auch in den kommenden Monaten intensiv Schwarzwild zu bejagen“, so Ministerin Priska Hinz. Das Land hat nun die bisher in Hessen geltende Schonzeit für erwachsene Wildschweine gemäß § 26b Absatz 8 Hessisches Jagdgesetz aufgehoben. Dies erfolgt durch mehr als 3.000 Einzelanordnungen an die Jagdausübungsberechtigten. Zusätzlich wird die Allgemeinverfügung an die Jagdverbände Landesjagdverband (LJV) und Ökologischer Jagdverband (ÖJV), die unteren Jagdbehörden, den Landesbetrieb Hessen Forst und den Landesjagdbeirat geschickt. Die Schonzeit hätte am 1. Februar begonnen und bis zum 15. Juni gegolten. „Wir haben trotz der aktuellen Gefährdungslage natürlich auch den Tierschutz im Blick. Muttertiere, die Frischlinge mit sich führen, sind selbstverständlich weiterhin gesetzlich geschützt und dürfen nicht bejagt werden“, stellt die Ministerin klar. Mittlerweile werden ganzjährig abhängige Frischlinge in Hessen beobachtet und es gibt keine Konzentration mehr auf das Frühjahr. Außerdem muss grundsätzlich vor der Schussabgabe geprüft werden, ob die weiblichen Tiere abhängige Jungtiere haben.

Ausbreitung in Osteuropa

In Osteuropa und Russland breitet sich die Afrikanische Schweinepest weiter aus. Laut Meldungen des Internationalen Tierseuchenamtes gab es neue Ausbrüche in Ostpolen, in der Ukraine, in Lettland, Litauen, Tschechien und Russland. Die Seuche grassiert sowohl bei Wildschweinen als auch in Schweine haltenden Betrieben.

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