Hohe Auslastung: VW in Baunatal verlängert Zeitarbeitsverträge

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Im Volkswagen Werk Kassel sollen dieses Jahr 3,6 Millionen Getriebe für die PKW-Marken des Konzerns gebaut werden.

Im Volkswagen Werk Kassel sollen dieses Jahr 3,6 Millionen Getriebe für die PKW-Marken des Konzerns gebaut werden. Damit bewegt sich die Auslastung weiterhin auf dem hohen Niveau der letzten Jahre. Vor diesem Hintergrund haben Betriebsrat und Werkmanagement die Verlängerung aller Zeitarbeitsverträge, die in der zweiten Jahreshälfte auslaufen, vereinbart.

Baunatal. Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold sieht den nordhessischen Standort gut aufgestellt: „Die hohe Nachfrage nach unseren Produkten zeigt, dass Komponenten aus Kassel bei den Kunden sehr gefragt sind. Das bestätigt den Weg, den wir bei der Ausrichtung des Werks mit der Fokussierung auf wertschöpfungs- intensive Direktschaltgetriebe auf der einen Seite und mit dem Erhalt unseres breiten Produkt- und Technologieportfolios auf der anderen Seite eingeschlagen haben. Wir beliefern alle PKW-Marken und Regionen des Konzerns und sind daher von kurzfristigen Änderungen der Nachfrage nach einzelnen Fahrzeugen oder in einzelnen Märkten nicht so stark betroffen wie andere Werke. Das sichert die Auslastung und damit die Beschäftigung bei uns am Standort.“

Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold sieht den nordhessischen Standort gut aufgestellt.

Aktuell läuft die Produktion des DQ381-Direktschaltgetriebes an, von dem das Werk ab 2018 pro Arbeitstag 3.000 Einheiten fertigen wird. Die Kapazitäten für das DL382-Direktschaltgetriebe werden um 800 Einheiten auf 2.400 Einheiten pro Arbeitstag aufgestockt.

Außerdem bedient das Werk aktuell eine hohe Nachfrage nach dem DQ500-Direktschaltgetriebe, die deutlich über der installierten Kapazität liegt und mit Sonderschichten außerhalb der normalen Fahrweise gedeckt wird. Um den aus der guten Auslastungssituation resultierenden Personalbedarf zu decken, wurde die wöchentliche Arbeitszeit in weiten Teilen der Produktion von 35 auf 37 Stunden in der Woche angehoben. Außerdem werden ab August 29 Ausgebildete des Standorts Braunschweig für ein Jahr am Standort Kassel eingesetzt: „Es steht für uns außer Frage, dass wir dem Standort Braunschweig bis zum Anlauf der Batteriefertigung für den Modularen Elektrobaukasten helfen und die jungen Kolleginnen und Kollegen bei uns einsetzen. Auch das gehört zum Zukunftspakt, mit dem wir Beschäftigungssicherung und Wettbewerbsfähigkeit bei Volkswagen sicherstellen“ so Bätzold.

Ob die Arbeitszeit in 2018 so hoch wie dieses Jahr bleibt, hängt laut Bätzold von der weiteren Entwicklung des Produktionsprogramms und den Entscheidungen des Managements zur Leiharbeit ab: „Für uns als Betriebsrat war klar, dass wir die höhere Arbeitszeit im zweiten Halbjahr 2017 nur mittragen, wenn alle Zeitarbeits- verträge verlängert werden. Das werden wir auch nächstes Jahr so handhaben.“

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