Jäger unter Beobachtung

Von HELMUT KRMLER Hofgeismar. Rund 5 Mio. Wildtiere aber auch 400.000 Haustiere werden Schtzungen zufolge jedes Jahr erschosse

Von HELMUT KRMLER

Hofgeismar. Rund 5 Mio. Wildtiere aber auch 400.000 Haustiere werden Schtzungen zufolge jedes Jahr erschossen, vergiftet oder auf andere Art umgebracht. Dagegen kmpft der Verein Natur ohne Jagd e. V., ein bundesweiter Zusammenschlu von Natur- und Tierschutzvereinen, von Gruppen, Initiativen und Privatpersonen, die sich aktiv fr den Schutz der Tiere gegen die Willkr der heutigen Jagd  einsetzen. Auch in unserer Region ist der Verein jetzt vertreten, in Hofgeismar wurde die Sektion Hessen gegrndet. Grund dafr ist der erhhte Bedarf an Aufklrung zum Thema Jagd auch in diesem Bundesland.

Folgerichtiger Schritt

Wir kooperieren schon seit langer Zeit mit Natur ohne Jagd e.V., da war dieser Schritt nur folgerichtig, erzhlen Kristine Conrad und Ren Hartje aus Hofgeismar, beide Grndungsmitglieder der neuen Sektion Hessen. Fr interessierte Brger halten Kristine Conrad und Ren Hartje reichlich Informationsmaterial bereit. Gleichzeitig wollen die beiden Jagdgeschdigte und Jagdgegner dazu ermutigen, sich gemeinsam gegen das blutige Hobby zu stellen und fr eine Abschaffung der Jagd zu kmpfen. Marc Buchtmann, 1. Vorsitzender von Natur ohne Jagd e.V.: Die meisten uninformierten Brger halten die Jagd fr ein notwendiges bel. Auslser ist das Jgerlatein, welches von Jgern zur Rechtfertigung verbreitet wird. Die Lgen vom Jger als Heger und Pfleger seien zwar alt und wissenschaftlich lngst widerlegt, doch sei diese Tatsache leider noch nicht zur Bevlkerung durchgedrungen.

berpopulationen oder sonstige Probleme mit Wildtieren, seien von den Jgern mit verursacht. Die Jagd schadet unserer Natur immens - von den 5 Mio. sinnlos getteten Tieren jhrlich ganz zu schweigen, versichert Marc Buchtmann. Der Verein Natur ohne Jagd e.V. habe es sich zur Aufgabe gemacht, die typischen Jgerlgen aufzudecken. Und wir freuen uns sehr darber, mit Kristine Conrad und Ren Hartje nun kompetente Hilfe und einen Sttzpunkt fr den Bereich Hessen zu haben.

ber ein Mangel an Arbeit wird man sich dort in nchster Zukunft nicht beklagen knnen: Wir planen Aktionen zur Aufklrung, regelmige Treffen zum Erfahrungsaustausch, gegenseitige Hilfe und Untersttzung und gemeinsame Aktionen der Tierschtzer, erklrt Ren Hartje und fgt bitter hinzu: Jger tten nicht nur sinnlos Wildtiere, auch Haustiere gehren zu ihren Opfern, wie wir aus eigener Erfahrung wissen. Fr diese Art Hobby, nmlich die Lust am Tten, ist in unserer Zivilisation kein Platz mehr.

1. Info-Abend im Februar

Am Freitag, dem 8. Februar 2008, veranstaltet der Verein Natur ohne Jagd e.V. - Sektion Hessen, ab 19 Uhr einen Infoabend mit Themen wie: Abschuss von Haustieren, Fallenjagd, Zwangsmitgliedschaften, Jagd im Allgemeinen. Hierzu ldt der Verein alle Mitmenschen ein, die sich fr diesen Themenbereich interessieren und sich ber die Jagd und deren Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur genauer informieren mchten.Anmeldungen bei: Kristine Conrad / Ren Hartje (Natur ohne Jagd e.V. / Sektion Hessen) Deichhfe 12, 34369 Hofgeismar, Tel.: 05671 / 500190

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Die Zuhause Experten bekennen sich zur Region

Pionier in Deutschland: Alles rund um Immobilien - komplett aus einer Hand.
Die Zuhause Experten bekennen sich zur Region

67.000 Euro übergeben: Enkeltrickbetrüger bringen Seniorin in Hertingshausen um ihr Erspartes

Betrüger haben mit der miesen Enkeltrickmasche am gestrigen Montagnachmittag eine Seniorin aus Baunatal um ihr Erspartes gebracht.
67.000 Euro übergeben: Enkeltrickbetrüger bringen Seniorin in Hertingshausen um ihr Erspartes

„Nordhessen hat allen Grund, stolz zu sein“: Abschluss des größten Breitbandausbauprojekts in Europa

Der Breitbandausbau in Nordhessen ist abgeschlossen. Das wurde in Bad Emstal gefeiert. Mit dabei war unter anderem Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.
„Nordhessen hat allen Grund, stolz zu sein“: Abschluss des größten Breitbandausbauprojekts in Europa

Unser Habichtswald: Mit Eiche und Kirsche zum artenreichen, altersdurchmischten Wald

Wie geht's dem Habichtswald? Darauf und auf viele weitere Fragen haben uns Uwe Zindel und Arnd Kauffeld vom Forstamt Wolfhagen Antworten gegeben.
Unser Habichtswald: Mit Eiche und Kirsche zum artenreichen, altersdurchmischten Wald

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.