15 Jahre Schulpartnerschaft mit Ungarn

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Beitrag der Klassen bei der Abschiedsveranstaltung mit einer Choreographie zum Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms.

Seit 15 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der Grebensteiner Heinrich-Grupe-Schule und der Fürst-Arpad-Schule in der Kleinstadt südlich von Budapest.

Grebenstein.  Brücken bauen und Mauern einreißen, andere Lebensweisen kennenlernen: Mehr als eine Klassenfahrt bietet ein Schüleraustausch Gelegenheit, junge Menschen zusammenzubringen. Ein eher ungewöhnliches Ziel hatten die Realschulklassen des Jahrgangs 8 der Grebensteiner Heinrich-Grupe-Schule, denn sie fuhren im September eine Woche nach Ungarn. Begleitet von den Lehrkräften Birgit Russ-Giloy, Andreas Köbler und Susann Adam weilten sie in Caldens Partnerstadt Rackeve. Seit 15 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der Grebensteiner Gesamtschule und der Fürst-Arpad-Schule in der Kleinstadt südlich von Budapest und unter diesem Vorzeichen sollte der Besuch ein besonderer werden.

Im Rahmen verschiedener Ausflüge konnten die Achtklässler die Region kennenlernen: Sie bummelten im Künstlerdorf Szentendre, staunten im Parlament in Budapest und bewunderten dessen prachtvolle Ausstattung, hatten Zeit für Shopping in der Hauptstadt und ließen sich von den Kunststücken der Csikos während einer Pferdeshow im Kiskunsagi – Nationalpark beeindrucken.

Donauschwaben 

Zum Höhepunkt des Aufenthaltes geriet jedoch der Besuch im Deutschen Haus im benachbarten Szigetujfalu. In diesem Dorf lebten Jahrhunderte lang deutsche Einwohner, die 1946 großteils vertrieben wurden und im Landkreis Kassel eine neue Heimat fanden. Die Schüler besichtigten diese Erinnerungsstätte und erfuhren mehr über die Geschichte der sogenannten Donauschwaben. Für eine Schülerin der Gruppe bedeutete der Ausflug jedoch auch, mehr über ihre Familie zu erfahren. Immerhin hatte ihre Großmutter hier ihre Kindheit verbracht. Neben den Ausflügen hatten die Schüler Gelegenheit, in der Fürst-Arpad-Schule an Kreativworkshops teilzunehmen und sich bei sportlichen Wettkämpfen mit ungarischen Schülern zu messen. Am Ende des Aufenthalts fand anlässlich des Jubiläums eine kleine Festveranstaltung statt, an der nicht nur die Gäste der Heinrich-Grupe-Schule teilnahmen, sondern auch Vertreter des Partnerschaftsvereins Calden und der Stadt Rackeve sowie Förderer des Schüleraustauschs. Schulleiterin Eva Szale betonte in ihrer Ansprache, dass während der zurückliegenden Jahre viele Freundschaften zwischen deutschen und ungarischen Schülern entstanden seien. Sie bekräftigte ihre Hoffnung, dass der Austausch viele weitere Jahre erleben möge.

Birgit Russ-Giloy, seit vielen Jahren verantwortlich für den Ungarnaustausch an der HGS, zog eine positive Bilanz der zurückliegenden 15 Jahre. Vor allem die Unterstützung durch den Partnerschaftsverein Calden und die Begleitung durch die ungarischen Kollegen hob sie lobend hervor. Russ-Giloy drückte jedoch auch ihren Wunsch nach intensiverer Begegnung mit Schülern beider Nationen aus. Neue Freundschaften könnten geschlossen wird, die über Jahre hinaus durch die neuen Medien erhalten werden können. Diese Hoffnung teilten die jungen Gäste.

Der vom Partnerschaftsverein Calden unterstützte Austausch wird in den kommenden Jahren neu ausgerichtet werden – hin zu mehr gemeinsamen Aktivitäten der ungarischen und deutschen Schüler.

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