Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen 1956

Wolfhagen. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit des Jahres 2006 standen nach den Worten des Ersten Vorsitzenden Richard Mangold in seinem Jahresrckb

Wolfhagen. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit des Jahres 2006 standen nach den Worten des Ersten Vorsitzenden Richard Mangold in seinem Jahresrckblick die Durchfhrung des zweiten Schtzebergfestes und die Erstellung der Vereinschronik Geschichte erleben.

In der Vereinschronik sind die wichtigsten Stationen der fnfzigjhrigen Vereinsgeschichte auf dem Hintergrund der Stadtgeschichte zusammen mit herausragenden Wolfhager Persnlichkeiten dargestellt. Auch beim Wolfhager Branchenfenster vom 27. bis 29. April wird die Vereinschronik am Stand des Heimat- und Geschichtsvereins verkauft werden.

Die Vorbereitung und Durchfhrung des Schtzebergfestes, an dem alle in der kumene vertretenen christlichen Kirchen des Wolfhager Landes durch einen kumenischen Gottesdienst beteiligt waren, verlangten vom Verein groen Einsatz. Besonderes dankte Richard Mangold noch einmal der Familie Gerhold von der Neuen Mhle, die ihre groe Scheune fr den Nachmittag des Festes zur Verfgung gestellt hatte.

Neue Infotafel

Anlsslich des Schtzebergfestes wurde eine groe Informationstafel aufgestellt, die durch ihre ansprechende Text- und Designgestaltung sehr zur Verbreitung der mit dem Schtzeberg verbundenen historischen Kenntnisse beigetragen hat. Auf dem Plateau des Schtzeberges sind die Pachtverhltnisse immer noch nicht so geregelt, dass dieses Plateau auch fr die Allgemeinheit zugnglich ist. Wenn dieses mit Hilfe der Stadtverwaltung Wolfhagen hoffentlich bald erreicht ist, sollen die mit Hilfe einer geophysikalischen Untersuchung nachgewiesenen Auenmauern auch durch eine Steinmarkierung sichtbar gemacht werden.

Anschlieend ging Richard Mangold auf das umfangreiche Fahrtenprogramm ein, das mit der Viertagesfahrt in die Lausitz und nach Schlesien seinen Hhepunkt hatte und bei den Vereinsmitgliedern einen groen Zuspruch fand. Im Zusammenhang mit dem Schtzebergfest veranstaltete der Verein unter der Leitung von Hermann Neumeyer eine Fahrt zu den Krypten in Wethen und Warburg, die mit einer mglicherweise unter der Petrikirche auf dem Schtzeberg vorhandenen Unterkirche vergleichbar sein drften. In der anschlieenden Aussprache wurde die gute Resonanz der Fahrten vor allem auf die grndliche Fahrtvorbereitung und Ausarbeitung sowie auf die fundierte Begleitung mit historischen Grundlageninformationen whrend der Fahrt zurckgefhrt.

Heiner Deuermeier hat damit begonnen, ein Excel-Programm zur Erfassung und Archivierung von Fotos, Bchern und Texten einzurichten. Umfangreiche Arbeiten zur Archivierung stehen hier noch an. Im letzten Winter von Oktober bis April wurden die Vereinsrume in der Zehntscheune wieder fr die Bevlkerung geffnet, so dass jedermann direkt in den zahlreichen Dokumenten selbst nachlesen und in Gesprchen mit Vorstandsmitgliedern weitere Anregungen bekommen konnte.

Projekt Ecopfad

In seinem Ausblick auf das Jahr 2007 hob Richard Mangold die federfhrende Mitwirkung des Vereins am Projekt des dritten Ecopfades im Landkreis Kassel (nach der Fertigstellung der Ecopfade Helmarshausen und Drnberg) hervor. Es handelt sich hierbei um einen Ecopfad Schtzeberg-Elmarshausen-Rodersen-Landsberg, der nach den Ideen des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen mit finanzieller Beteiligung der Stadt Wolfhagen und des Landkreises Kassel realisiert werden soll.

Dabei soll auch die rtliche Wolfhager Gastronomie eingebunden werden. Dieses Projekt, das ein groes Engagement des Vereins erfordert, wird erheblich zur Steigerung der Attraktivitt der Stadt beitragen. Der Kassenbericht des Kassenwartes Gerd Riedemann lie eine solide Kassenfhrung erkennen, wie ihm auch Kassenprfer Otto Schacht bescheinigte.

Auer zwei Mitgliedern des bisherigen erweiterten Vorstandes, die aus gesundheitlichen Grnden nicht mehr kandidierten, stellten sich alle Vorstandsmitglieder wieder zur Verfgung und wurden wiedergewhlt. Auerdem wurde mit Heiner Deuermeier ein weiterer Beisitzer gewhlt.Herr Gerd Riedemann referierte anschlieend ber den Wolfhager Schatzfund aus einem Haus in der Wolfhager Vorstadt. Es handelt sich hierbei um weit ber tausend Mnzen des 18. Jahrhunderts und um den grten Schatzfund der letzten 25 Jahre in Hessen.

Der einstige Wert des Schatzes betrug 43 Taler, was etwa 11 Jahresgehltern des damaligen (sicher unrechtmigen) Besitzers entsprach. Dieser war nmlich der Wrter des Tores zwischen Burg und Stadt und auch fr die Einziehung kleinerer Abgaben der Wolfhager Brger zustndig. Dabei drfte er seine geringen Bezge mit diesen ihm anvertrauten Abgaben ergnzt haben, ohne dass er aber eine Gelegenheit fand, dieses Geld auch auszugeben, so dass er den so zustande gekommenen Wolfhager Schatz hinter dem Sockel seines Kamins versteckte, wo er ca. 250 Jahre spter von Arbeitern gefunden wurde. Im Anschluss an die ffentliche Jahreshauptversammlung zeigte Dirk Lindemann seinen Film Wolfhagen im Jubilumsjahr 2006.

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