42. Kälkenfest belebt die Warburger Geschichte

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Das Kälkenfest findet in Warburg statt.

An diesem Wochenende findet das 42. Kälkenfest in Warburg statt. Gerichtsszenen, Belagerungen und Umzüge in historischen Kostümen lassen die Geschichte der Stadt lebendig werden.

Warburg.  Eine Mischung aus gemütlichem Beisammensein, Stadtgeschichte und Aufführungen – das bietet das traditionelle Kälkenfest, zu dem der Warburger Heimat- und Verkehrsverein alle Mitbürger, deren Angehörige und Freunde, sowie alle hessischen und westfälischen Nachbarn alljährlich im August einlädt. In diesem Jahr steht vom 10. bis zum 12. August die 42. Ausgabe des Kälkenfestes auf dem Programm. Los geht es am Freitag ab 18.30 Uhr mit dem Umzug der Gerber.

Die offizielle Eröffnung des 42. Kälkenfestes erfolgt um 20 Uhr durch den Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrsvereins, Klaus Stalze. Das Grußwort spricht Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln. Fest-Höhepunkt am Samstag, 11. August, ist das zehnjährige Bestehen des Bürgerbusvereins Warburg e.V. Dessen Vorsitzender Ernst Mühlmeyer begrüßt um 11 Uhr die Gäste. Bürgermeister Michael Stickeln spricht um 11 Uhr.

Alle Veranstaltungen finden auf dem historischen Markt der Warburger Altstadt statt. In den Bürgerspielen wird die Geschichte der Stadt und der Region Warburg lebendig: Die Belagerung, mittelalterliche Gerichtsszenen und Umzüge in historischen Kostümen, gespielt und dargestellt von Warburger Bürgern, machen das Fest zu einem besonderen Erlebnis. In diesem Jahr laden die Laienschauspieler des Heimat- und Verkehrsvereins zu den Darstellungen des „Wormelner Klosterkrieges“ und „Die Bierprobe“ ein.

Erstmals ein Bürgerspiel über die Gerber

Darüber hinaus kommt beim 42. Kälkenfest ein neues Bürgerspiel auf die Bühne. Im Mittelpunkt: die Gerberzunft und eine verbotene Liebe! „Die Warburger Gerber“ ist das inzwischen neunte Stück, das Lena und Winnie Wolmert gemeinsam für das Kälkenfest geschrieben haben. Und erstmals mit denjenigen, um die sich das Kälkenfest ja eigentlich dreht – die Gerber. Denn bislang gab es kein einziges Stück, das die Gerber zum Thema hatte. Das neue Stück verbindet den harten Alltag der Gerberzunft mit einer Liebesgeschichte a la Romeo und Julia und erklärt so ganz nebenbei die Aversionen zwischen Alt- und Neustädtern.

Und natürlich darf auch am Sonntag das bei Jung und Alt beliebte Gerichts-Spektakel die „Wasserwippe“ nicht fehlen. Ein Höhepunkt dabei ist die Bestrafung eines Delinquenten durch Absenken in einen Wasserbehälter über eine Wasserwippe. Das Bürgerspiel erinnert unter anderem daran, dass 1613 der Fürstbischof der Stadt Warburg den Gebrauch der „Wasserwippe“ bewilligte, womit geringere Vergehen insbesondere Garten- und Felddiebstahl, geahndet wurden. Der Name des Kälkenfestes selbst leitet sich von den Kalkgruben der Gerber ab, die früher vor den Altstadtmauern an der Diemel angelegt waren.

Die Restaurationsbetriebe befinden sich ebenfalls rund um den Markt und das Alte Rathaus. Zudem findet am Samstag und Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Kohlscheinstraße ein Flohmarkt statt.

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