Wer kann Gelder locker machen?

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Der Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon will sich als "Türöffner" betätigen. Foto: Feldle

Kulturverein plant Dauerausstellung im Klostermuseum Merxhausen

Bad Emstal/Merxhausen. Der Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal will im Klostermuseum Merxhausen eine außergewöhnliche Dauerausstellung aufbauen, doch dafür braucht der Verein Hilfe. Schon seit Jahren arbeitet man daran, im Museum die Dauerausstellung "Lebensbilder - Leidensbilder - Frauenbilder" einzurichten. Darin wird die 800-jährige Geschichte von Frauen am Stadtort des Klosters erzählt. "Das ist europaweit einzigartig. Hier kann man Geschichte sehen und erleben," so der Vorsitzende des Kultur- und Geschichtsvereins Hartwin Neumann. Jetzt bat man den aus Berlin angereisten CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Viesehon um Unterstützung.

Bei der Finanzierung der Ausstellung ist die Organisation auf Fördergelder angewiesen. Etwa 430.000 Euro werden benötigt. Bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat der Verein einen Antrag gestellt und erhofft sich 110.000 Euro innerhalb dieses und des kommenden Jahres. Aus dem Leader-Programm der EU wird mit 200.000 Euro gerechnet. Daneben sollen sich auch das Land Hessen und der Bund mit jeweils 50.000 Euro an den Kosten beteiligen.

Perspektive für Nutzung

"Ich sehe mich als Türöffner und Bretterbohrer," erklärte Viesehorn und versprach sich im Zuge des Denkmalschutzsonderprogramms für das Museum einsetzen. Wichtig für die Bewilligung seitens des Bundes seien die Perspektiven in der Nutzung, denn "echte Perspektiven in der Nutzung müssen gegeben und begründet sein. Beispielsweise ein Angebot als außerschulischer Lernort," so der Bundestagsabgeordnete. "Kindergarten- und Schulgruppen hatten wir hier schon häufig. Auch Psychiatrietage für Polizeianwärter gibt es," merkt Hartwin Neumann an.Das Museum sei außerdem Dreh- und Angelpunkt für den naheliegenden Eco-Pfad. "Wenn jeder ein bisschen gibt und wir die Finanzierung auf verschiedenen Schultern verteilen, können wir die Gesamtkosten und somit ein einzigartiges Projekt realisieren," ist sich auch Bürgermeister Ralf Pfeiffer sicher.

Knapp die Hälfte der Summe soll in die Sanierung der alten Außenhülle fließen. Der restliche Teil ist vorgesehen für den Innenausbau zum Museum und die Ausstellung an sich. Eigentümer des denkmalgeschützten Hauses ist die Vitos Kurhessen GmbH. Die Gemeinde Bad Emstal will das Gebäude mieten, um es dann langfristig dem Verein zur Verfügung zu stellen. Nur über die Gemeinde könnten die verschiedenen Förderanträge gestellt werden."Es ist ein herausragendes Projekt, was uns, der Gemeinde, Vitos und dem gesamten Kreis zu Gute kommen würde. Das Geld soll in den kommenden beiden Jahren fließen", ergänzt Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung beim Landkreis Kassel.

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