Kasseler Höllenengel vor Gericht

Von ULF SCHAUMLFFEL Kassel. Weil Gericht und Polzei damit rechneten, dass zahlreiche Hells Angels-Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet zum Pro

Von ULF SCHAUMLFFEL

Kassel. Weil Gericht und Polzei damit rechneten, dass zahlreiche Hells Angels-Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet zum Prozessauftakt gegen die sieben Kasseler Clanmitglieder anreisen werden, wurden die Sicherheitsvorkehrungen am Justizgebude verschrft. Polizisten riegelten die Straen rund um das Gerichtsgebude ab. Und der Einlass mit der sogenannten Kutte war verboten. Weiter verstrkten Polizisten die Einlasskontrolle. Potentielle Hells-Angels-Mitglieder und Prozess-Bescuher wurden von Sicherheitsbeamten fotografiert.Die groe Rockerparade zum Prozessauftakt gegen die sieben, in Untersuchungshaft befindlichen Mnner im Alter zwischen 31 und 50 Jahren, wegen des Verdachts des gemeinschaftlich begangenen schweren Raubs, blieb aber aus. Weit und breit waren weder schwere Harley Davidson-Motorrder, noch die bekannten Kutten zu sehen. Dennoch waren zahlreiche Mitglieder der Hllenengel als Besucher angereist. Sogar vom Hells Angels Chapter Kiel waren Mitglieder vertreten. Die Rocker verzichteten aber auf ihre Kutte und erschienen in zivil.Neben den hohen Sicherheitsvorkehrungen beim Einlass trennte im Verhandlungsraum eine Glasscheibe die Angeklagten von den Zuschauern. Mehrere Polizisten positionierten sich im Gerichtssal. Der Vorwurf gegen die sieben Kasseler Mitglieder der Rockergruppierung: Im April 2007 sollen sie einen Mann, der ebenfalls Mitglied der Hells Angels war und aus der Gruppierung ausgeschlossen werden sollte, zu Hause berfallen und beraubt haben. Einer der Angeklagten soll dabei einen Revolver mit sich gefhrt und den Geschdigten damit eingeschchtert haben. Geraubt worden seien sollen unter anderem eine Breitling Uhr im Wert von 3000 Euro, die Schlssel zur 13000 Euro teueren Harley Davidson Fat Boy des Geschdigten, eine Gaspistole, Nachtsichtgert, Angelausrstung sowie smtliche, in der Wohnung befindlichen Gegenstnde des Geschdigten, auf denen sich Hells Angels-Symbole befanden. Unter anderem die Kutte.Die Angeklagten wollten sich zu den Vorwrfen nicht uern. Einige ihrer Anwlte verkndeten, dass man warten wolle, bis der Geschdigte ausgesagt habe. Laut der Verteidiger habe der Zeuge die Tat erst einige Zeit spter bei der Polizei angezeigt. Und die Polizei damit gelockt, dass er eine weltweit bedeutende und einmalige Aussage machen wolle, um in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden. Die Verteidiger wiesen auch Vorwrfe zurck, die besagten, dass ehemalige Hells Angels Mitglieder auf Todeslisten gesetzt werden usw. Laut Verteidiger habe der Mann die Sache erfunden. Von Raubberfall knne nicht die Rede sein.

Das Gericht setzte mindestens drei weitere Verhandlungstage an. Fortsetzung: Dienstag, 13. Mai um 9 Uhr

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