Kastrationsprojekt für herrenlose Katzen in Bad Karlshafen

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Tierschutzvereine in ganz Deutschland kastrieren seit Jahren herrenlose Katzen.

Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) übernimmt vorläufig die Kosten für das Projekt

Bad Karlshafen. Die Hauskatze ist das Haustier Nummer Eins in Deutschland und sie erfreut sich steigender Beliebtheit. Daher ist es umso trauriger, dass in Deutschland noch immer tausende verwilderte Hauskatzen unbemerkt in verlassenen Scheunen, in Industriegebieten, an Kleingärtenanlagen oder auf Campingplätzen leben. Der Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) ist Betreiber des Tierheims Bad Karlshafen und wird vor Ort immer wieder von Bürgern auf die Problematik der Streunerkatzen in Bad Karlshafen angesprochen. „Um die unkontrollierte Vermehrung von herrenlosen Katzen nachhaltig zu lösen, gibt es nur eine tierschutzgerechte Möglichkeit – eine flächendeckende gesetzliche Regelung zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen mit Zugang ins Freie.“ erklärt Karsten Plücker, 1. Vorsitzender des bmt.

„Nicht nur im Tierheim Bad Karlshafen werden Jahr für Jahr unzählige ungewollte Jungkatzen aufgenommen, auch in allen anderen der zehn bmt-Tierheimen,“ berichtet Kristine Conrad vom bmt, die ab Mitte Januar nun das Kastrationsprojekt für herrenlose Katzen in Bad Karlshafen leitet. „Als ortsansässiger Tierschutzverein habe sich der bmt dafür entschieden, das Katzenelend durch eine gezielte Kastrationsaktion also Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von herrenlosen Katzen durchzuführen und die Kosten hierfür zu übernehmen, obwohl die Stadt Bad Karlshafen noch keine Katzenschutzverordnung habe,“ erläutert Kristine Conrad. „Man sei allerdings mit der Stadt im Gespräch und habe bereits die Unterstützung bei der Umsetzung einer kommunalen Katzenschutzverordnungen angeboten“, ergänzt Karsten Plücker und baut darauf, dass sich Bad Karlshafen für die Einführung einer allgemeinen Kastrations- und Kennzeichnungspflicht entscheidet.

Damit das Katzenelend effektiver eingedämmt werden kann, hat der Gesetzgeber den Paragraphen §13b in das Tierschutzgesetz eingeführt. Dieser ermächtigt die Landesregierungen durch Rechtsverordnungen zum Schutz freilebender Katzen Gebiete festzulegen, in denen große Populationen mit erheblich leidenden Katzen leben. Darüber hinaus können Maßnahmen zur Verminderung der Anzahl dieser Katzen angeordnet werden. „Tierschutzvereine in ganz Deutschland kastrieren seit Jahren herrenlose Katzen, doch das Problem der unkontrollierten Vermehrung ist ohne eine kommunale Katzenschutzverordnung nicht zu lösen“, so Karsten Plücker

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