Kinder-Reanimationspuppe unterstützt Schulungen

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Mario Arndt, Abteilungsleiter der PHB Intensivabteilung, mit der Kinder-Reanimationspuppe.

Förderverein und Stiftung ermöglichen Anschaffung der multifunktionalen Kinder-Reanimationspuppe.

Hofgeismar. Die Schulungen für Pflegefachkräfte, die schwerstpflegebedürftige und beatmete Kinder zu Hause betreuen, kann der nordhessische Intensivpflegedienst „PHB e. V.“ jetzt noch hochwertiger gestalten. Mit Unterstützung des Fördervereins „Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not e. V.“ und der „Mathias Kaufmann-Stiftung“ konnte der gemeinnützige Verein eine multifunktionale Kinder-Reanimationspuppe kaufen. An der Puppe, die in etwa so groß und so schwer ist wie ein fünfjähriges Kind, können die Pflegekräfte von PHB zum Beispiel üben, wie man eine Kanüle wechselt oder Magensonden legt, die Harnblase kathetert, Injektionen setzt und vieles mehr.

„Die Einarbeitung und die fortlaufende Schulung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist extrem wichtig, um unsere Pflegequalität zu sichern“, sagt Mario Arndt, Leiter der Abteilungen PHB Kids/Intens. „Die Reanimationspuppe verbessert dieses Angebot nochmals“, so Arndt.

Auf häusliche Intensivpflege spezialisiert

PHB e. V. besteht seit 30 Jahren und ist seit 16 Jahren spezialisiert auf die Versorgung von Kindern, die intensivmedizinisch gepflegt und beatmet werden müssen. Die fast 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung PHB Kids/Intens versorgen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Nordhessen und Südniedersachsen zu Hause bei ihren Familien. Sie begleiten ihre Patienten in den Urlaub, in die Schule, zu Ausflügen, beim Schwimmen – und manchmal sogar auf Flügen zu weiter entfernten Spezialkliniken.

„Unsere Teams sichern das Leben dieser schwerstpflegebedürftigen jungen Menschen und bieten darüber hinaus die Grundlage für Inklusion und maximal mögliche Teilhabe und Selbstständigkeit“, erklärt Arndt. „Wir danken für die Spende, auch im Namen der Kinder und Jugendlichen, die wir pflegen. Letztlich kommt diese Zuwendung bei der Qualität der Pflege an – und damit bei denen, die es brauchen und für die wir da sind“, sagt Arndt.

Enorme Belastungen für Familien

Allerdings werde es immer schwieriger, Pflegefachkräfte zu gewinnen: „Für die Familien, die auf die Unterstützung angewiesen sind, bedeutet der Fachkräftemangel enorme Anstrengungen und Einschränkungen“, sagt PHB-Geschäftsführerin Angelika Gerland. „Der Alltag mit einem schwerstpflegebedürftigen Kind bedeutet eine Zerreißprobe für viele Familien, zumal Geschwisterkinder die Aufmerksamkeit und Zeit ihrer Eltern in ebensolchem Maß benötigen wie das von der Beatmungsmaschine abhängige Kind“, so Gerland.

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