Nun klagt der BUND auch gegen die Menschen

Gastworte von Jrgen Herwig, Brgermeister der Stadt Hessisch LichtenauNachdem im Mrz des letzten Jahres das Bundesverwal-tungsgericht

Gastworte von Jrgen Herwig, Brgermeister der Stadt Hessisch Lichtenau

Nachdem im Mrz des letzten Jahres das Bundesverwal-tungsgericht Leipzig

fr den Abschnitt Hessisch Lichtenau West bis Mitte die Klage des BUND gegen diesen Teilabschnitt der Autobahn abgewiesen hatte, haben wir unter groer Beteiligung der Bevlkerung eine Siegesfeier fr den Weiterbau der A 44 in unserer Stadt durchgefhrt. Htte damals das Bundesverwaltungsgericht der Klage des BUND stattgegeben, wre den Tieren und Pflanzen in FFH-Gebieten (besonders geschtzte Bereiche fr Tiere und Pflanzen) eine Rechtsposition eingerumt worden, die ihren Lebensraum unangemessen schtzt und den der Menschen bedroht.

Im Anschluss an das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts fr den Weiterbau der A44, hatten wir gemeinsam die Hoffnung, dass der BUND keine weiteren Klagen hinsichtlich der weiteren Bauabschnitte der A 44 mehr anstreben wrde. Doch weit gefehlt erneut klagt der BUND diesmal gegen den Weiterbau der A 44 auf dem Streckenabschnitt Walburg bis Hasselbach und nunmehr auch gegen den Abschnitt von Hasselbach bis Waldkappel-Ost.

Nachdem ich bei dem entscheidenden Urteil in Leipzig bereits in 16 Verhandlungsstunden zu meinem Leidwesen erfahren musste, dass zwei Brutverdachtsflle des Wachtelknigs und die Lebenserwartung des dunklen Wiesenknopfameisenblulings von 20 Tagen die Diskussion bei der Linienfhrung der A 44 bestimmten, weil diese durch ein FFH-Gebiet fhrt, in dem ein Strungs-, Ttungs- und Trennungsverbot fr Tiere und Pflanzen besteht, dieses fr den Mensch scheinbar nicht gilt, werden wir nun erneut leidvoll erfahren mssen, wie in einer weiteren Verhandlung in Leipzig jetzt das groe Mausohr und die Bechsteinfledermaus den mglichen Weiterbau der A 44 beeinflussen knnten.

Mit tiefer Betroffenheit muss ich als Brgermeister der Stadt Hessisch Lichtenau zur Kenntnis nehmen, dass weder unsere Menschenkette fr den Bau der A 44 , die 14.000 Unterschriften als Forderung an den BUND keine Klagen mehr zu fhren, unser Besuch bei der Mitgliedsversammlung des BUND in Frankfurt mit 400 Menschen, unser abgelehnter Beitritt der Brgermeister in den BUND zu keinem Sinneswandel zu diesem dogmatisch aufgestellten Naturschutzverband gefhrt hat.

Deswegen, liebe Brgerinnen und Brger, mchte ich Sie jetzt schon motivieren, mit mir zu der nchsten Verhandlung zu dem Bundesverwaltungsgericht nach Leipzig zu fahren. Ich habe bereits dem Bundesverwaltungsgericht mitgeteilt, dass diesmal die Menschen der Region gern der Verhandlung ber die Fledermuse in unserer Region folgen mchten, und werde sie rechtzeitig darber unterrichten, wann die Verhandlung sein wird, sodass wir als Menschen aus der Region vor Ort den hoffentlich recht zahlreich anwesenden Medien mitteilen knnen, die Menschen in der Region wollen die A 44 . Sie muss und kann gebaut werden, denn niemals zuvor ist bei einer Autobahn dem Umweltschutz so viel Rechnung getragen worden, wie bei der A 44. Und wir Menschen haben einen Anspruch auf den Bau der A 44.

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